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EK VOM 06.01.2005
 

Rieshofen feiert Erhardspatrozinium mit Gottesdienst
Reliquienauflegung / Zelebrant und Prediger am Sonntag ist Subregens Dr. Clemens Hergenröder

Rieshofen (rx) Am kommenden Sonntag, 9. Januar, feiern die Gläubigen in Rieshofen gemeinsam mit den Mitgliedern der Pfarrei Walting und auswärtigen Gläubigen und Gästen das Patrozinium ihres Kirchenpatrons, des heiligen Erhard. Der Festgottesdienst in dem kleinen Altmühldorf beginnt um 9.30 Uhr. Zelebrant ist der stellvertretende Leiter des Eichstätter Priesterseminars, Subregens Dr. Clemens Hergenröder. Die musikalische Gestaltung übernehmen Johann Rixner (Orgel) und Florian Bauer (Trompete). Beide präsentieren zum Einzug die Gavotta G-Dur von Georg Friedrich Händel. Zur Gabenbereitung erklingt das Anglaise aus der Suite B-Dur, eben falls von Georg Friedrich Händel. Die Choralbearbeitung über „Jesus bleibet meine Freude" von Johann Sebastian Bach wird schließlich die Kommunionausteilung begleiten. Nach einer Festandacht, die um 13.30 Uhr beginnt und der ebenfalls Subregens Dr. Clemens Hergenröder vorsteht, besteht für die Gläubigen die Möglichkeit zur Auflegung der Erhardsreliquie. Das kostbare Reliquiar wurde im Juni 1999 im Rahmen der Altarweihe von Bischof Dr. Walter Mixa in den hölzernen Altarboden eingeschlossen und wird nur zu ganz besonderen Anlässen wieder ans Tageslicht hervorgeholt. Mehrjährige Verhandlungen zwischen dem Regensburger Domkapitular und Dompfarrer Herrmann Hierold und dem damaligen Waltinger Pfarrer Erich Schredl waren erforderlich, bevor der frühere Bischof von Regensburg, Manfred Müller, seine Einwilligung zur Übertragung eines kleinen Teils der Reliquien des heiligen Erhard erteilte. Die Hauptreliquien des Heiligen ruhen im Niedermünster in Regensburg. Die Geschichte der Rieshofener Kirche geht weit in die Vergangenheit zurück. Zu welcher Zeit die erste Kirche hier erbaut wurde, ist nicht überliefert. Die Untergeschosse des Kirchturms sind auf jeden Fall romanischen Ursprungs (etwa 12. Jahrhundert), der weitere Aufbau erfolgte in der Spätgotik. 1749 wurde das Langhaus neu angebaut, welches 1912 erweitert wurde. Wertvollstes Kunstwerk im Innern ist eine Marienfigur aus Ton, die auf 1470 bis 1480 datiert wird. Die Figur wurde nach der Innenrenovierung 1999 an der rechten Seite angebracht. Ein besonderes Augenmerk verdienen auch der Kreuzweg (1763), die Prozessionsstangen (1854) und die Orgel (1930), welche erst im vergangenen Jahr einer gründlichen Generalsanierung unterzogen wurde. Das große Deckengemälde zeigt den heiligen Erhard, wie er das blinde Mädchen Ottilia tauft, welche daraufhin sehend wird. Deswegen wird der heilige Erhard besonders bei Augenleiden angerufen.


EK vom 04.01.2005 | EK vom 11.01.2005

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