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EK VOM 03.05.2005
 

Aus für Sender Landershofen: TV via Antenne nicht ist mehr

Eichstätt/Walting (hr) Der Bayerische Rundfunk hat am vergangenen Freitag den „Fernsehfüllsender" Landershofen abgestellt. Das bedeutet, dass bei allen Bewohnern von Walting (mit Inching und Pfünz) sowie von Landershofen, die die öffentlich rechtlichen Fernsehprogramme (ARD, ZDF, Bayerisches Fernsehen) über Antenne empfangen, die Mattscheibe künftig grau bleiben wird. Sie müssen nun entweder auf Kabelfernsehen umrüsten oder dort, wo diese Voraussetzungen fehlen, auf Satellitenempfang. Grund ist, wie Ingrid Mitterhummer von der Abteilung „Technische Information" des Bayerischen Rundfunks gegenüber unserer Zeitung erklärte, die Umstellung auf das digitale Fernsehen. In diesem Umstellungsprozess verzichtet der Bayerische Rundfunk auf die Umrüstung von kleinen Füllsendern wie es der in Landershofen ist. Rechtsgrundlage für dieses Handeln ist die „achte Änderung des Rundfunkänderungsstaatsvertrags", in dem dann einige wenige Bürger auf ihren Fernsehempfang (über Antenne) verzichten müssen, wenn es der Mehrheit (digitales Fernsehen) zugute kommt - auch wenn die öffentlich-rechtlichen Anstalten von Bürgern finanziert werden. Laut Mitterhummer hat der BR über die Stadtverwaltung Eichstätt über die zum 29. April, geplante Stilllegung des Landershofener Senders informiert. Der BR sei davon ausgegangen, dass die Stadt diese Information weitergeben würde. Dabei sei der Bayerische Rundfunk davon ausgegangen, dass Walting, Inching und Pfünz ebenso wie Landershofen zu Eichstätt gehören. Dies sei ein Fehler gewesen, so Mitterhummer. An die Medien sei die Information im Vorfeld deswegen nicht rausgegangen, weil' es sich um nur wenige Betroffene gehandelt habe. Die allerdings zeigen sich verärgert über die Handlungsweise des BR. Eine Vorabinformaion sei dringend notwendig gewesen. Vor allem ältere Personen, die ihre Programme über Antenne empfangen, aber auch „Antennen-Nutzer aus Überzeugung" seien von der Maßnahme überrumpelt worden. In einem Schreiben an den Intendanten des Bayerischen Rundfunks, Thomas Gruber, haben jetzt Betroffene aus Pfünz diese Vorgehensweise kritisiert. Der BR weist daraufhin, dass „Satellitenanlagen heute bereits für wenige hundert Euro im Handel erhältlich" seien.


EK vom 02.05.2005 | EK vom 14.05.2005

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