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EK VOM 07.06.2005 |
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„Mit gutem Glauben und bestem Willen" Kultusminister feiert das neue Turmhaus Gungoldinger Heimat- und Trachtenverein setzt eine Gedenktafel am Neubau
Gungolding (mf) Mit einem kleinen Gartenfest vor dem nunmehr wieder errichteten Turmhaus in Gungolding feierte der Heimat- und Trachtenverein „D'Waldbauern" Gungolding die Anbringung einer Gedenktafel zusammen mit der „Grundsteinlegung". Vorsitzender Josef Betz konnte dazu auf dem Vorplatz des eingerüsteten Hauses mit seinem markanten Glockenturm eine ganze Reihe von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens begrüßen. Besonders freute er sich zusammen mit allen Anwesenden über das Kommen von Kultusminister Siegfried Schneider. Weiter nannte er Ortspfarrer Josef Bierschneider, Bürgermeister Hans Mayer und den Landtagsabgeordneten Thomas Obermeier. Betz bedankte sich beim Waltinger Gemeinderat für die bereitgestellten finanziellen Mittel und bei den Firmeninhabern Eduard und Xaver Schöpfel, Siegfried Biber, Karl Lang und Adolf Zecherle für deren vielfältige Hilfe und sehr großzügige Unterstützung. Außerdem dankte er den zahllosen Helfern, die ihre Arbeits- und Tatkraft unermüdlich eingebracht haben und bei Siegfried Schneider, Hans Mayer und Thomas Obermeier für deren Mitgehen auch in den schwierigen Situationen der vergangenen beiden Jahre. Der „Grundstein" solle den kommenden Generationen dokumentieren, so Josef Betz, „wie und unter welchen Umständen dieses Haus entstanden ist". Bekanntlich hatte der Verein das alte Turmhaus ohne Genehmigung abgebrochen, weil er es für nicht sanierbar hielt und dadurch bei Denkmalschützern und auch beim dafür zuständigen Hochschulausschuss des Bayerischen Landtags Empörung ausgelöst. Betz erläuterte, zur Dokumentation seien in den beiden gut verschraubten Gläsern, die danach hinter dem Gedenkstein eingemauert wurden, alle relevanten Zeitungsausschnitte und Protokolle, sowie aktuelle Münzen, eine Dorf-und Vereinschronik, die Tageszeitung und die Trachtenverbandszeitung aufbewahrt. Bürgermeister Hans Mayer meinte, dass der Weg, der miteinander gegangen wurde unbedingt der richtige gewesen sei, besonders weil auf Konfrontationen konsequent verzichtet worden sei. Mayer erläuterte kurz den Werdegang des Gebäudes, so wie er ihn mit allen Schwierigkeiten erlebt hatte und dankte den Vorstandsmitgliedern besonders herzlich, weil sie den Mut nicht verloren hätten. „Gottseidank sind wir heute an diesem Punkt angelangt und nicht 2003 stehen geblieben." Mit diesem Satz eröffnete Kultusminister Siegfried Schneider sein Grußwort. Zusammen mit MdL Thomas Obermeier habe er Josef Betz und die Führung des Trachtenvereins wenigstens ideell so gut es ging unterstützt, weil hier „mit gutem Glauben und bestem Willen" an die Sache herangegangen worden sei. In diesem Zusammenhang verwies er auf des „Vereinszeichen" der „Waldbauern": die beiden Fichten mit ihrem kraftvollen Wurzelwerk als Sinnbild für Zusammenhalt und Verwurzeltsein in Heimat und Glaube. Auch die heimatliche Tracht sei ein Stück Werteverständnis sagte Minister Schneider. Denn „wer nicht weiß wo er herkommt, der kann auch nicht wissen wo er hin will". Siegfried Schneider ermunterte die Gungoldinger Trachtler, auch künftig das Beste aus dem Verein zu machen und sich daran zu erfreuen, dass der Glockenturm wie eh und je über das Altmühltal strahle. Bevor es für alle Anwesenden eine Brotzeit gab, steckten Josef Betz und Ernst Rößler die beiden Erinnerungskapseln in die dafür vorgesehene Aussparung, und Maurerpolier Gerhard Rößler verschloss das Mauerwerk mit der wunderschön herausgearbeiteten Jura-Marmor-Platte unter Mithilfe der anwesenden Prominenz. Zum Bilderbuchwetter, das die gesamte Aktion überstrahlte kam noch die passende musikalische Umrahmung, die Hans Rößler mit seinen Bläserfreunden gekonnt beisteuerte.
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Juni 2005 | EK vom 14.06.2005
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