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EK VOM 27.06.2005
 

Reinbold: Zersiedelung „unseres wertvollsten Guts"
Diskussion um Pfünzer Osterberg im Hauptausschuss / 2000 Euro für Kirchenfenster

Eichstätt (kno) Willi Reinbold (ÖDP) nutzte die Gelegenheit in der jüngsten Sitzung des Eichstätter Hauptausschusses, deutliche Kritik an den Plänen der Gemeinde Walting zu üben, auf dem Osterberg in Pfünz ein Neubaugebiet entstehen zu lassen. Es ging um die Stellungnahme der Stadt zum Bebauungsplan „Am Osterberg", wobei die Verwaltung hier keine Einwendungen hatte und die entsprechende Empfehlung auch an den Ausschuss gab. Reinbold jedoch bezeichnete das Gebiet mit insgesamt 72 Parzellen als „perfektes Beispiel für eine Insellösung". Der Naturpark lebe schließlich von der Landschaft, „unser wertvollstes Gut wird hier zersiedelt". Zudem bröckelten seinen Informationen zufolge die Interessenten immer mehr ab, der Siedlungsdruck sei offensichtlich nicht mehr gegeben, äußerte Reinbold. OB Arnulf Neumeyer hielt dagegen, es sei für Gemeinden legitim, Bauland für junge Familien vorzuhalten. Mit der Gegenstimme von Reinbold ging die Empfehlung an den Stadtrat, das Einvernehmen zu erteilen. In den Punkten zuvor ging es um die Fortschreibung des Regionalplans Ingolstadt und dabei auch um das Kapitel „Siedlungswesen": Demnach soll einer Zersiedelung entgegengewirkt werden. Für Eva Gottstein (FW) ein Zeichen, dass das Papier „nichts wert ist", wenn man fünf Minuten später den Gegenbeweis auf dem Tisch habe. Vollkommen einig war sich das Gremium, eine Bitte aus der Partnerstadt Chrastava zu erfüllen: Hier will sich die Stadt mit 2000 Euro an der 10 000 Euro teuren Renovierung zweier Kirchenfenster in der St-Laurentius-Kirche beteiligen. Ebenfalls einstimmig durchgewunken wurden der Wirtschaftsplan 2005 für das Altenheim Heilig-Geist-Spital und der Haushaltsplan der Eyb'schen Heilig-Geist-Spital-Stiftung (wir berichteten).


EK vom 20.06.2005 | EK vom 29.06.2005

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