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EK VOM 18.07.2005
 

Das neue Jugendhaus zeigt sich aufgeschlossen
Einweihungsfest auf Schloss Pfünz / „Sind komplett ausgelastet" / Impuls für die kirchliche Jugendarbeit

Pfünz
(chl) „Aufgeschlossen für Gott und die Menschen" ist das Motto des Jugendhauses Schloss Pfünz. Und sehr aufgeschlossen präsentierte sich das Haus am Samstag auch bei der offiziellen Einweihung seines Neubaus. Der Leiter des Jugendhauses, Andreas Prommesberger, war beim Tag der offenen Tür ein gefragter Mann: Denn die Pfünzer und auch die Eichstätter sowie Interessierte der umliegenden Orte waren zahlreich gekommen, um sich von den Qualitäten des Um- und Neubaus zu überzeugen, den sich die Diözese sechs Millionen Euro hat kosten lassen - und sie waren angetan. Prommesberger erläuterte, dass in dem Konzept viele Wünsche der jugendlichen Nutzer des Hauses aufgenommen wurden: Etwa die Apartments, in denen zwei Vierbettzimmer jeweils mit Sanitärräumen zu einer Einheit zusammengefasst wurden. „Doppel- oder gar Einzelzimmer ist bei der Jugend gar nicht erwünscht. Das haben sie ja daheim. Im Schullandheim soll ja auch abends die Post abgehen", erklärt Prommesberger. Über 3500 Jugendliche durften bei einer Befragung im Haus - das ja bekanntlich auf eine knapp 50-jährige Geschichte als Jugendhaus zurückblicken kann - ihre Meinung sagen. Seit Aschermittwoch wird der Neubau bereits rege benutzt, und Prommesberger kann bestätigen: „Das Konzept kommt bei unseren jungen Gästen sehr gut an." Das Jugendhaus, das insgesamt 110 Betten zur Verfügung hat, ist komplett ausgelastet. 90 Prozent sind Stammgäste, 82 Prozent kommen aus dem Bistum, sagt Prommesberger, der Rest kommt aus dem übrigen Bayern. Viele Schulen und Jugendgruppen fahren seit Jahren oder gar Jahrzehnten nach Pfünz. „Wir fühlen uns auch unserer Region und unserer kirchlichen Jugendarbeit im Bistum besonders verpflichtet", sagt der Hausleiter. Denn immerhin sei das Haus ja ein Zuschussbetrieb: „Solche Tagungsräume könnten Jugendgruppen in der freien Wirtschaft nicht bezahlen." Das die Bistumsleitung jedoch uneingeschränkt hinter dem Jugendhaus steht, zeigte auch die starke Präsenz beim Festgottesdienst; Bischof Walter Mixa war am Tage seiner Ernennung nach Augsburg verständlicherweise verhindert. Den Festgottesdienst, den Dompropst Johann Limbacher zelebrierte, feierten unter anderem die Domkapitulare Leodegar Karg, Rainer Brummer, Manfred Winter, Willibald Harrer sowie natürlich Diözesanjugendpfarrer Martin Geistbeck und einige seiner Vorgänger mit. Als Vertreter des Landtags waren Thomas Obermeier (CSU) und Achim Werner (SPD) gekommen, dazu Landrat Xaver Bittl, Waltings Bürgermeister Hans Mayer und viele weitere Personen des öffentlichen Lebens und der kirchlichen Jugendarbeit, sowie die Architekten um Jörg Homeier und Diözesanbaumeister Karl Frey. Limbacher würdigte den Neubau als sehr gelungen. Die Architektur ermögliche ein gutes pädagogisches und pastorales Wirken. Der Dompropst verwies darauf, dass das Tagesevangelium von den Talenten ein starker Impuls für die kirchliche Jugendarbeit sei: „Das Leben ist ein Geschenk Gottes. Wir müssen uns bemühen und anstrengen, das Beste daraus zu machen und unsere Talente zu nutzen.“


EK vom 15.07.2005 | EK vom 20.07.2005

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