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EK VOM 20.07.2005 |
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Die fünf „Limesgemeinden" stoßen auf die alten Römer an Stelldichein auf dem Wachturm von Erkertshofen
Erkertshofen (aur) Der Himmel verdüstert sich, Blitze zucken, und dann prasselt der Regen auf das Holzschindel-Dach des steinernen Limesturms von Erkertshofen (Markt Titting). Römische Legionäre, die vor 1800 Jahren hier Ausschau nach germanischen Angreifern gehalten haben, dürften bei einem solchen Szenario Gänsehaut bekommen haben. Doch am Montagabend herrschte trotz schlechten Wetters am Limes im übertragenen Sinne eitel Sonnenschein. Der Tittinger Bürgermeister Martin Heiß hatte vier seiner Amtskollegen auf den Erkertshofener Wachturm gebeten, um mit ihnen mit Rotwein auf die Ernennung des Limes zum Weltkulturerbe anzustoßen. Versammelt waren so die Repräsentanten der Gemeinden Denkendorf, Kinding, Kipfenberg, Titting und Walting, die sich heuer im Frühjahr offiziell zur interkommunalen Zusammenarbeit verpflichtet haben. Ihre Gemeinden wollen nach außen verstärkt als „Kleinregion" auftreten, wollen nach innen die Kräfte bündeln. Ein Name für den Zusammenschluss aber war bisher noch nicht gefunden. Das, so waren sich die Bürgermeister auf dem Wachturm einig, dürfte jetzt geklärt sein: „Limesgemeinden" passt. Und mit diesem Begriff würde sich auch trefflich Touristikwerbung machen lassen. Denn in der Kooperation wird der Fremdenverkehr eine wichtige Rolle spielen, dazu kommen Aspekte wie gemeinsame Bemühungen um die Nahversorgung der Bevölkerung, um Wirtschaftsförderung oder um Zusammenarbeit der Bauhöfe. Als Initialzündung für die Kooperation kann der Regionalbahnhof Kinding auf der ICE-Neubaustrecke Nürnberg-Ingolstadt gelten. „Was bringt uns der, wo kann man Weichen stellen?", erinnert sich Kindings Bürgermeisterin Rita Böhm an die Anfänge. Die Direktion für Ländliche Entwicklung in Krumbach drängte zur Zusammenarbeit unter den Nachbargemeinden - und die machten mit, immer unter der Voraussetzung, dass nicht unnützes Papier produziert wird, sondern pragmatische Lösungen für konkrete Aufgaben gefunden werden. Das gilt jetzt verstärkt auch für die „Vermarktung" des Limes. Der Limes war natürlich auch Thema in der Sitzung des Ausschusses für Tourismus des Landkreises Eichstätt, wo gestern Nachmittag einhellige Freude über die Aufnahme in das Weltkulturerbe herrschte. Denn immerhin verlaufen rund 46 Kilometer Limes durch den Landkreis. Einstimmig fiel der Beschluss, sofort mit der Einrichtung eines Jnfopoint Limes" im Römer- und Bajuwaren- Museum Kipfenberg zu beginnen, von dem aus Touristen von der nahen Autobahn zu allen wesentlichen Spuren der Römer im Landkreis Eichstätt und darüber hinaus geleitet werden sollen.
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EK vom 18.07.2005
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