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EK VOM 13.08.2005 |
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LESERBRIEF
Bus kann Bahn nicht ersetzen
Zum Bericht „Bebauungsplan bei Eisenbahngelände stößt auf großes Interesse bei Eichstätter Bürgern" vom 3. August: Einem Ersatz der Bahnlinie durch Busse muss ich deutlich widersprechen. Zum einen wurde die Strecke von Eichstätt-Bahnhof nach Eichstätt-Stadt erst vor vier Jahren aufwändig saniert. Heute fahren sehr leise Triebwagen, die den Wohnkomfort für die Anlieger weit weniger beeinträchtigen als früher. Und auch ein Bus fährt nicht lautlos - er fährt jedoch näher an den Wohnhäusern vorbei. Der Bus muss sich seinen Fahrweg mit anderen Verkehrsteilnehmern wie Autos, Fahrrädern und Fußgängern teilen und ist stark von diesen abhängig. Er kann so niemals die Zuverlässigkeit des Zugs erreichen, dem die Gleise exklusiv zur Verfügung stehen - es sei denn man streckt präventiv die Fahrtzeit, was jedoch nicht gerade zum Vorteil der Fahrgäste gereicht. Weiter schreibt die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) im Auftrag des bayerischen Verkehrsministeriums den Bahnverkehr auf der Eichstätter Stichstrecke in diesem Herbst für zehn Jahre, beginnend mit dem Jahr 2009, aus. Bis ins Jahr 2019 steht diese Verkehrsanbindung, für die die Eichstätter zur Zeit des Bahnbaus lange kämpfen mussten, den Eichstätter Bürgern also zur Verfügung. Anzumerken wäre hier noch, dass der Bahnverkehr weder Stadt noch Landkreis auch nur einen Cent kostet. Er wird aus so genannten Regionalisierungsmitteln des Bundes finanziert. Einen Bus müsste entweder Stadt oder Landkreis bezahlen - und das in Zeiten knapper Kassen. Bei keiner Umstellung einer Eisenbahnstrecke auf Busbetrieb hat es bisher eine Verbesserung des Angebots gegeben -nein im Gegenteil, es wurden die Fahrpläne stark ausgedünnt -ein deutlicher Nachteil für die Eichstätter Fahrgäste. Die Busbetriebe sollten sich zuerst einmal darum sorgen, dass am Stadtbahnhof ein ordentlicher Anschluss von und zu den Bussen besteht. Dass man direkt nach der Ankunft des Zuges mit dem Bus weiterfahren kann, ist heute eher ein Zufallsprodukt - auf den Zug von Eichstätt-Bahnhof warten im Verspätungsfall auch nur die wenigsten Busse. In den Fahrplänen für die Zeit nach der Eröffnung der Neubaustrecke von Ingolstadt nach Nürnberg im Jahr 2006 wird es nach den derzeitigen Plänen eine höhere Anzahl durchgehender Verbindungen von Eichstätt Stadt nach Ingolstadt (gegebenenfalls sogar bis Augsburg) geben - der Umsteigezwang fällt also teilweise weg, was bei einem Busbetrieb nicht möglich wäre. Und mit dem Bus will niemand wirklich bis Ingolstadt fahren. Weiter sollte das vorhandene Gleis am Stadtbahnhof in der momentanen Lage verbleiben. Das Parkhaus, dass für diese Stelle vorgesehen ist, wird man dort wohl nicht bauen können. Es entstehen also nur unnötige Kosten, und es werden völlig nutzlos Flächen verschenkt. Die Option einer ' Streckenverlängerung in den Eichstätter Osten (bis zur Universität oder besser bis ins Industriegebiet) sollte man sich in jedem Fall offen halten. Die Universität und die nahe gelegenen Schulen in der Schottenau bieten ein beträchtliches Fahrgastpotenzial für den Personenverkehr. Im Industriegebiet wäre die Möglichkeit für einen Anschluss zum Güterverkehr ein deutlicher Standortvorteil in Zeiten der Lkw-Maut, und auch die dort angesiedelten Supermärkte wären einer Bahnhaltestelle vor der Haustüre sicher nicht abgeneigt.
Stefan Hanauska Pro-Bahn-Kreisgruppe Eichstätt 85137 Pfünz
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EK vom 12.08.2005 | EK vom 16.08.2005
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