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EK VOM 29.10.2005 |
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Waltinger Bub gilt als neue Motorsport-Hoffnung Hubertus Vier beendete erste Saison / Künftig im Rennstall des Schumacher-Wegbegleiters Hantscher
Walting (slj) Viele Buben träumen von einer Karriere als Rennfahrer wie der des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher, der einst ganz klein im Kartsport angefangen hat. Gerade erst mit dem Kartsport begonnen hat auch Hubertus Carlos Vier aus Walting, der in seiner ersten Rennsaison Erfolge, Höhen und Tiefen erlebte. Sich in einer hart umkämpften Rennserie wie dem Süddeutschen ADAC-Kart-Cup (SAKC) zu behaupten, ist für Einsteiger nicht leicht. Die etablierten Fahrer und Teams kämpfen hier auf hohem Niveau. Daher war für Hubertus und Vater Reinhard Vier, der den zehnjährigen Junior in Personalunion als Teamchef, Schrauber und Motivationsexperte betreute, zu Saisonbeginn erst einmal „Hinterherfahren und Lernen" angesagt. Neben dem Aufholen des technischen Rückstandes - in der leistungsreduzierten Bambini-A-Klasse (bis zwölf Jahre) kommt es auf die Optimierung kleinster Details an - musste sich Hubertus einen neuen Fahrstil aneignen. Denn anders als bei dem von ihm bislang im Spanienurlaub hobbymäßig bewegten 22-PS-Ju-niorkart sind auf dem nur 6,2 PS starken Bambini-Rennkart schnelle Zeiten nur mit einer absolut sauberen Linie drin. Doch der Waltinger, der bei den Rennen für den traditionsreichen Augsburger Automobil-Sport-Club startete, gab nie auf, lernte schnell und Platzierungen im SAKC-Mittelfeld folgten bald -bei den zum Sammeln von Rennerfahrung zusätzlich bestrittenen Clubrennen gab es sogar die ersten Siegerpokale. Dazu kam die Aufnahme in das Team des italienischen Herstellers „Tony Kart". Leider ging aufgeholtes Terrain durch eine vier Rennen dauernde Verletzungspause -Hubertus hatte sich mit der Seifenkiste eines Freundes nach einem Achsbruch überschlagen und ein Schlüsselbein gebrochen - wieder verloren. Dennoch reichten die im SAKC gesammelten Punkte überraschend für eine Einladung zum Bundesendlauf des ADAC Kart-Cups in der Motorsport Arena Oschersleben. „Mit der Teilnahme am Bundesendlauf war unser Saisonziel eigentlich schon erreicht", so Reinhard Vier. Unter 35 eingeladenen Bambini-A-Fahrern fuhr sein Junior dann im freien Training bei strömendem Regen sensationell die zweitschnellsten Zeiten. Dass Hubertus im Regen einer der Schnellsten ist, hatte er heuer schon mehrfach gezeigt. Zum erhofften ersten Regenrennen der Saison kam es jedoch nicht. Im Zeittraining, das bereits wieder auf trockener Strecke stattfand, wirkte sich dann das Handikap von 5,5 Kilogramm über dem Mindestgewicht für Kart inklusive Fahrer aus: Ein Kilogramm Mehrgewicht - vergleichbar mit zehn Kilo in der Formel l - bedeuten bei den „Bambinis" etwa eine halbe Sekunde Zeitverlust pro Runde. Damit war in dem starken Fahrerfeld nur der 19. Startplatz, Platz 15 im „Warm Up", Rang 17 im ersten Rennen und der 20. Platz im zweiten Rennen drin. Reinhard Vier zeigte sich trotzdem zufrieden: „Hier ist jeder Platz im mittleren Drittel ein Erfolg, auch wegen der Umstellung auf das neue Chassis." Denn vor den Endläufen wagte man kurzfristig den Wechsel auf ein neues „Mach F'-Kart, an das sich Hubertus erst noch gewöhnen muss.
Top-Ten-Platz möglich Hintergrund für den Wechsel ist die zukünftige Betreuung durch das Racing-Team-Hantscher, einem der deutschen Top-Teams. Peter Hantscher, langjähriger Wegbegleiter von Michael Schumacher, zeigte sich überzeugt, dass sein neuer Schützling in Oschersleben mit gleichwertigem Material einen Top-Ten-Platz hätte erreichen können. Mit Hantschers Erfahrung sind weitere technische und fahrerische Fortschritte zu erwarten. Zusammen mit der Unterstützung durch die Eichstätter Werner Weitner GmbH, die schon bisher diverse Spezialteile lieferte, hat Hubertus Vier beste Voraussetzungen, um nächstes Jahr im ADAC-Kart-Cup weiter vorne mitzufahren - und sich vielleicht einmal den Traum von der Rennfahrerkarriere zu verwirklichen. Am vergangenen Wochenende hätte Teamchef Hantscher seinen jüngsten Fahrer gerne zum Graf-Berghe-von-Trips-Kartrennen nach Kerpen mitgenommen, um dort unter anderem Michael Schumacher zu treffen. Doch zwei bevorstehende Schulaufgaben des frisch gebackenen Gymnasiasten sprachen dagegen, denn: „Die Schule hat weiterhin oberste Priorität", so der strenge Papa.
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EK vom 26.10.2005
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