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EK VOM 21.12.2005
 

Präzise in Sprache und rein im Ton
Musizieren mit den Jagdhornblässern

Gungolding
(mf) Längst ist es kein Geheimtipp mehr, das vorweihnachtliche Singen und Musizieren, das die Gungoldinger Jagdhornbläser unter ihrem Leiter Alois Mayer aus Rapperszell alle zwei Jahre beim Schreinerwirt in Gungolding ausrichten. Die Absicht ist seit den Anfängen die gleiche geblieben: die Förderung der Missionstätigkeit ihres Freundes Pater Adolf Bittschi in Bolivien. 1800 Euro sind diesmal zusammen gekommen. Wie immer stand am Anfang der Ruf „Begrüßung" durch die starke Truppe der Gungoldinger Jagdhornbläser. Danach hieß Alois Mayer die Anwesenden willkommen, unter ihnen Pfarrer Josef Bierschneider, Gungolding, Pfarrer Francesco Benini, Walting und später kam auch noch „Jägerpfarrer" Paul Schmidt aus Dollnstein dazu. Auch Bürgermeister Hans Mayer aus Walting war unter den Gästen. „Eigentlich müsste die Adventszeit nochmal vier Wochen dauern, damit ich einigermaßen ohne Hektik durchkomme!" habe ihm am Morgen ein Pfarrer gesagt, lächelte Alois Mayer. Dass die vorweihnachtliche Hektik einmal für ein paar Stunden draußen bliebe und eine Zeit der Ruhe einkehre, das wünschte der Leiter der Jagdhornbläser den zahlreich erschienen Zuhörern und Mitwirkenden. Das Programm des sowohl kurzweiligen wie zum Nachdenken anregenden Abends gestalteten dann durchweg versierte Gruppen, die sich im Niveau ihres Könnens und ihrer Ausdruckskraft kaum nachstanden. Die meisten der Anwesenden hörten den „Kipfenberger Frauengesang" zum ersten Mal und waren wohl allesamt positiv von dieser Gruppe überrascht, die unter der Leitung von Birgit Scharnagl echtes bayerisches Liedgut präzise in der Sprache wie auch sicher und rein in der Tongebung darboten.

Großes Können
Mit großem Können trat der Gungoldinger Kirchenchor , geleitet von Andrea Lindner, auf und steuerte adventliche Chorsätze wie „Rorate, auch tauet ihr Himmel", „Wieder naht der heilige Stern" oder „Jesus unser Retter naht" zum Programm bei. Auch die Instrumentalgruppen fügten sich da harmonisch ein, sorgten aber zum anderen schon von ihrer grundsätzlichen Ausrichtung her für viel Abwechslung. Traditionelle heimelige Weisen spielte die Stubnmusi, die zum Kipfenberger Frauengesang gehört, in der Besetzung Hackbrett, Zither und Gitarre. Traditionelle und konzertante Bläserklänge steuerte die Kipfenberger Tanzlmusi bei. Was sich auf dem Programm als „Geschwister Mayer" ankündigte, stellte sich als. sehr versierte Gruppe heraus, die mit ihrer „Pastorale", einem Choral und „Vom Himmel hoch" klassische Adventsmusik zum Programm beitrug. Lucia, Maria und Alois Mayer jun. sind mit ihren Instrumenten Querflöte, Geige und Trompete beziehungsweise. Tenorhorn wahrscheinlich fast nur bei dieser Gelegenheit als Formation zu hören, bringen sie doch alle drei ihr Können in verschiedene Ensembles ein. Herbert F. Mayer war diesmal für die besinnlichen Textpassagen zwischendurch zuständig. Er hatte sich für Geschichten aus „Das ist die stillste Zeit im Jahr" von Karl Heinrich Waggerl entschieden und trug diese schlichten, doch feinsinnigen Abschnitte meisterlich vor. Nach dem gemeinsam gesungenen „Macht hoch die Tür" sprach Pfarrer Josef Bierschneider ein Schlusswort, in dem er auf die oft so schnell hingesagte Formel von der „frohen und gesegneten Weihnacht" besonders einging und seine Hoffnung ausdrückte, dass gerade davon alle an diesem Abend etwas spüren konnten. Schließlich stellte Jägerpfarrer Paul Schmidt noch den neuesten Rundbrief von Pfarrer Adolf Bittschi vor und verteilte die mitgebrachten Exemplare. Ein bisschen erzählte er auch von seinem Kontakt, den er regelmäßig mit seinem Freund in Bolivien pflege und empfahl den Anwesenden, an „Padre Adolfo" nach Möglichkeit auch mal eine E-Mail zu schicken oder anzurufen, weil die persönliche Verbundenheit ebenso wichtig und fördernd sei wie die materiell-finanzielle.


EK vom 21.12.2005 | EK vom 29.12.2005

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