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EK VOM 09.01.2003 |
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„Familienkraftwerk" war ein großer Erfolg Gungolding (mf) Mit groß Erfolg hat die Gungoldinger Spielerschar des Heimat- und Trachtenvereins „D' Waldbauern" ihr Theaterstück nun abgeschlossen. „Das Familienkraftwerk" bescherte ihnen bei jeder der vier Abendaufführungen ein volles Haus, die Nachfrage konnte auch damit nicht befriedigt werden, eine weitere Aufführung für künftige Stücke wäre deswegen sicher überlegenswert. Dass sich Politiker im Wahlkampf leicht zu vermeintlich Publikums- und medienwirksamen Kapriolen hinreißen lassen, ist ja nichts Neues. In dem 'Stück „Das Familienkraftwerk" kommt die überzogene Selbstdarstellung des übereifrig umweltbewussten Politikers mit Vorbildcharakter zu einem ins klamaukhafte überspitzten Höhepunkt. Leidtragende der seltsamen Energiespareinfälle sind die Familie des im Wahlkampfendspurt stehenden Landrats, den Spielleiter Georg Glaßner herrlich barock selbst darstellt. Ideenlieferantin ist allerdings seine Frau, gleichzeitig seine Beraterin und Managerin, gespielt von Brigitte Miehling. Sowohl Georg Glaßner wie auch Brigitte Miehling sind seit vielen Jahren tragende Säulen und Garanten des Gungoldinger Theaters, und das haben sie auch diesmal bewiesen. Als zentrale Figur des Ganzen erwies sich jedoch nach und nach die Haushälterin, in deren Rolle Walli Wagner völlig aufgegangen ist, was auch sehr häufig mit Szenenapplaus belohnt wurde. Die drei Kinder der Landratsfamilie stellten Michaela Schmidt als Jüngste, noch Schülerin, sowie Georg Schramm als Student und Tüftler und Stefan Frank, der sich als Fußballprofi zu verwirklichen versucht, wirklich ganz reizend dar. Zu diesem Trio gehörte noch Elisabeth Schramm als Freundin des Landratstöchterleins. Ganz schön gerissen machte sie sich sowohl an den „Herrn von Saiten", dem angeblich einflussreichen Freund des Hauses, heran, den Franz Fieger wahrlich meisterhaft verkörperte, wie auch an den Chauffeur und Gärtner, gespielt von Josef Schmidt. Die Akteure bewiesen diesmal völlige Textsicherheit, so dass während der Aufführungen die beiden Souffleusen Margarete Glaßner und Anni Rößler alles hoch konzentriert und angespannt verfolgten, aber nicht sonderlich gefordert waren. Den Bühnenbau hatten Manfred Rößler, Manfred Schmidt, der zugleich für den guten Ton verantwortlich zeichnete, und Georg Schramm als Maler besorgt. Bei den sehr beengten Verhältnissen brauchte es schon eine gute Portion Geschick, ein passendes Bühnenbild hinzubekommen. Aber das ist auch diesmal gut gelungen. Der Theaterleiter bedankte sich abschließend bei Christine Rößler, die den Kartenvorverkauf besorgt hatte, an der Abendkasse saß und dabei nie die Übersicht und die Ruhe verloren hatte. Nach der letzten Aufführung gab es noch eine besondere Ehrung: Georg Glassner dankte Walli Wagner und freute sich mit der gesamten Gruppe, dass sie nunmehr 30 Stücke lang der Trachtlerbühne die Treue gehalten hatte und überreichte ihr ein Geschenk.
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EK vom 04.01.2003 | EK vom 10.01.2003
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