Sie sind hier: Presseberichte Presse 2003 Januar 2003  
 PRESSE 2003
Januar 2003
Februar 2003
März 2003
April 2003
Mai 2003
Juni 2003
Juli 2003
August 2003
September 2003
Oktober 2003
November 2003
Dezember 2003
 PRESSEBERICHTE
Presse 2007
Presse 2006
Presse 2005
Presse 2004
Presse 2003

EK VOM 10.01.2003
 

Reliquiengrab in Rieshofen wird am Sonntag geöffnet
Rieshofen (rx) Am kommenden Sonntag, 12. Januar, feiern die Gläubigen in Rieshofen gemeinsam mit den Mitgliedern der Pfarrei Walting und auswärtigen Gläubigen das Patrozinium ihres Kirchenpatrons, des Heiligen Erhard. Der Festgottesdienst in dem kleinen Altmühldorf beginnt um 9.30 Uhr. Zelebrant und Prediger ist Domkapitular Manfred Winter aus Eichstätt. Die musikalische Gestaltung übernehmen Johann Rixner (Orgel) und Florian Bauer (Trompete). Dargeboten werden unter anderem „Trumpet Tune" von Henry Purcell (1659 bis 1695), die Choralbearbeitung über „Jesus bleibet meine Freude" von Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750) und die Suite G-Dur von Georg Philipp Telemann (1681 bis 1767). Nach einer Festandacht, die um 14 Uhr beginnt, besteht für die Gläubigen, wie schon in den vergangenen Jahren, die Möglichkeit zur Auflegung der Erhardsreliquie. Das kostbare Reliquiar wurde im Juni 1999 im Rahmen der Altarweihe von Bischof Dr. Walter Mixa in den hölzernen Altarboden eingeschlossen und wird nur zu ganz besonderen Anlässen - wie etwa jetzt zum Erhardspatrozinium - wieder ans Tageslicht hervorgeholt. Mehrjährige Verhandlungen zwischen, dem Regensburger Domkapitular und Dompfarrer Hermann Hierold und dem damaligen Waltinger Pfarrer Erich Schredl waren erforderlich, bevor der frühere Bischof von Regensburg, Manfred Müller, seine Einwilligung zur Übertragung eines kleinen Teils der Reliquien des Heiligen Erhard erteilte. Die Hauptreliquien des Heiligen ruhen im Niedermünster in Regensburg. Die Geschichte der Rieshofener Kirche geht weit in die Vergangenheit zurück. Zu welcher Zeit die erste Kirche hier erbaut wurde, ist nicht überliefert. Die Untergeschosse des Kirchturms sind auf jeden Fall romanischen Ursprungs (etwa 12. Jahrhundert), der weitere Aufbau erfolgte in der Spätgotik. 1749 wurde das Langhaus neu angebaut, welches 1912 erweitert wurde. Wertvollstes Kunstwerk im Innern ist eine Marienfigur aus Ton, die spätgotisch auf die Jahre 1470 bis 1480 datiert wird. Die Figur wurde nach der Innenrenovierung 1999 auf der rechten Seite angebracht. Ein besonderes Augenmerk verdienen auch der Kreuzweg (1763), die Prozessionsstangen (1854) und die Orgel (1930). Das große Deckengemälde zeigt den Heiligen Erhard, wie er das blinde Mädchen Ottilia tauft, welche daraufhin sehend wird. Deswegen wird der Heilige Erhard besonders bei Augenleiden angerufen.


EK vom 09.01.2003 | EK vom 11.01.2003

Druckbare Version