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EK VOM 23.01.2003 |
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Das Ehejubiläum" als Plädoyer für die Bibel Rollenspiel und eine Multimedia-Präsentation Gungolding (mf) Zur Eröffnung des Bibeljahres 2003 feierte die Pfarrgemeinde Gungolding/ Schambach einen speziell für diesen Anlass gestalteten Gottesdienst. Pfarrer Josef Bierschneider und Heinrich Frauenknecht versuchten, mit einem Rollenspiel und einer Multimedia-Präsentation das „Buch der Bücher" den Gottesdienstbesuchern näher zu bringen. Das Rollenspiel „Das Ehejubiläum" von Pfarrer Bierschneider handelt von einem Ehepaar, das Silberhochzeit feiert und Besuch vom Pfarrer bekommt. Der Pfarrer, damals noch Kaplan in der Gemeinde, hatte dem Paar zur Hochzeit eine Bibel geschenkt. Die Eheleute freuen sich sehr über den Besuch, klagen dem Pfarrer aber auch ihr Leid und ihre Entbehrungen, die sie in den vergangenen 25 gemeinsamen Ehejahren auf sich nehmen mussten. Durch die Geburt von vier Kindern, den Hausbau sowie beruflichen und privaten Sorgen und Problemen fehlten Zeit und vor allem Geld für die so ersehnte Hochzeitsreise nach Rom. Dort hatte sich das Paar schließlich kennen gelernt. Der Pfarrer ist sprachlos und verweist immer wieder auf sein Hochzeitsgeschenk. Es dauert nicht lange, bis sich herausstellt, dass diese Bibel noch immer verpackt wie vor 25 Jahren im Bücherregal steht. Das Ehepaar hat keinen einzigen Blick hineingeworfen, nicht einmal die eingemerkten Stellen hat es angeschaut. So ist es auch um das zweite Hochzeitsgeschenk gekommen: ein Kuvert mit Geld für die Romreise. Die Eheleute sind sprachlos, der Pfarrer ist verärgert. Denn ein weiteres Mal musste er feststellen, dass es sich bei der Bibel vielleicht um das meistverkaufte, gleichzeitig aber wohl auch um das am wenigsten gelesene Buch der Welt handelt. Die „Frohe Botschaft", das Evangelium, das nicht nur die eine oder andere Überraschung inne hat, verfehlt somit sein Ziel und gerät sogar in Vergessenheit, so das Resümee des Pfarrers. In der Multimedia-Präsentation wurde mit Bildern und Texten die Bibel als Einheit des Alten und Neuen Testaments erläutert. Als eindrucksvoll erwiesen sich die Fotografien der Gemälde der Schambacher Heilig-Kreuz-Kirche. Die Bibelstellen zu den Deckengemälden dienten als Lesungen, darunter Texte aus den Büchern Deuteronomium (Mose lässt Wasser aus dem Felsen in der Wüste fließen), Genesis (Noahs Arche auf den Wellen der Sintflut) und Samuel (Davids Sieg über Goliath). Fotografien der Bilder der vier Evangelisten, zu sehen an der Kanzel der Schambacher Kirche, Texte zu deren Charakteristika und schließlich auch das Bild der Taube, die einen Zweig zu Noahs Arche bringt, bildeten den meditativen Abschluss des Wortgottesdienstes. Im Text dazu hieß es: Die Taube stehe als Sinnbild für den Erlöser Jesus Christus, der, erhöht am Kreuz, alles an sich zieht. Vor dem Schlusssegen wies Pfarrer Bierschneider noch auf die verschiedenen Veranstaltungen zum Jahr der Bibel hin. Unter anderem sind ein Aktionsnachmittag für Kinder und Bibelabende vom Frauenbund und den Pfarrgemeinderat geplant. Außerdem werden die Predigten an den Freitagsgottesdiensten in der Fastenzeit in der Schambacher Kirche ganz der Bibel gewidmet. Führungen durch die Schambacher Kirche und nähere Erläuterungen zu den Gemälden gibt es immer nach dem Sonntagsgottesdienst - wechselnde Zeiten, Infos dazu im Pfarramt Gungolding, Telefon (0 84 65) 1486 - oder nach individueller Vereinbarung mit der Mesnerin Walburga Wagner, Telefon (0 84 65) 6 04.
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EK vom 22.01.2003 | EK vom 23.01.2003
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