Sie sind hier: Presseberichte Presse 2003 März 2003  
 PRESSE 2003
Januar 2003
Februar 2003
März 2003
April 2003
Mai 2003
Juni 2003
Juli 2003
August 2003
September 2003
Oktober 2003
November 2003
Dezember 2003
 PRESSEBERICHTE
Presse 2007
Presse 2006
Presse 2005
Presse 2004
Presse 2003

EK VOM 08.03.2003
 

Polizistenmord am Mühlsteig

Pfalzpaint (je) Ein paar Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde ein Pfalzpainter Polizist erschossen. Kommissar Peter Baur hatte am Samstag, 24. März 1945, keinen Dienst. Er saß in der Gaststätte Hiemer beim Schafkopfspielen. Etwa gegen 16 Uhr rief ein Rieshofener bei der Pfalzpainter Gendarmerie an und meldete, dass ein verdächtig aussehender Mann an der Altmühl entlang in Richtung Pfalzpaint unterwegs sei. Diesen Anruf nahm die Frau des Kommissars entgegen; sie verständigte sofort ihren Mann. Der Postenchef, mit einer Pistole bewaffnet, ging zur Altmühl und fand den Mann gleich hinter dem so genannten Mühlsteig, einem Bachübergang zwischen Pfalzpaint und Rieshofen. Wie es in der Polizeichronik heißt, ließ der Unbekannte den Polizisten auf sich zugehen. Plötzlich zog er eine Pistole, gab Schüsse auf Peter Baur ab und flüchtete. Der Hilfspolizist Baptist Hofmeier und ein Gendarmeriehauptmeister, der sich auf Genesungsurlaub in Pfalzpaint befand, waren Baur nachgegangen und leisteten Erste Hilfe. Er wurde in das Eichstätter Krankenhaus gebracht, wo er einen Tag später starb. An der Suche nach dem Mörder beteiligte sich die Bevölkerung recht rege; er wurde aber nicht gefunden. Die ermittelnden Beamten vermuteten, dass es sich um einen Deserteur oder um einen entwichenen ungarischen SS-Freiwilligen handelte. Der getötete Beamte wurde im Eichstätter Friedhof begraben.


EK vom 08.03.2003 | EK vom 14.03.2003

Druckbare Version