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EK VOM 16.04.2003
 

Herzner: Nicht nur den Vorteil für den Heimatort suchen

Gungolding (mf) Am Abend des Palmsonntags waren die Angehörigen der Pfarrgemeinden Gungolding und Schambach gleich zu zwei Veranstaltungen eingeladen. Zunächst gestaltete Pfarrer Josef Bierschneider einen Bußgottesdienst zum Thema „Wasser". Er zitierte in seinen meditativen Texten Bibelstellen, in denen das Wasser als Symbol für das Leben steht. Wasser sei für die industrialisierte Welt eine Selbstverständlichkeit, darum würde sein wahrer Wert leicht verkannt. Wasser sei aber nicht nur der Lebensquell schlechthin. Es könne vielmehr zur äußerlichen und auch innerlichen Reinigung genutzt werden. Um diese innerliche, seelische Reinigung wollte man im Bußgottesdienst vor allem bitten. Jeder Gottesdienstteilnehmer erhielt ein kleines Fläschchen mit verschmutztem Wasser, das gegen Ende der Bußfeier in ein vor dem verhüllten Kreuz aufgestelltes Gefäß geschüttet werden durfte, als bildhaftes „Ausschütten" der eigenen Schuld, Sünde und Not und des eigenen Leides vor Gott. Im Anschluss traf man sich im Gasthaus Plenagl zur Pfarrversammlung. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Josef Herzner begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder der Pfarrfamilie. Besonders bei Pfarrer Bierschneider, den Vertretern der Kirchenverwaltungen und des Pfarrgemeinderats, den Mesnern und Kirchenpflegern, den Organistinnen sowie bei den anwesenden Gemeinde- und Markträten der Gemeinden Walting und Kipfenberg und bei der Diözesanvorsitzenden der Landvolkbewegung, Maria Weidenhiller, bedankte er sich für das Kommen. Herzner fuhr mit einem Rückblick auf die wichtigsten Ergebnisse aus den Pfarrgemeinderatssitzungen fort. Ein immer wiederkehrendes Thema seien die Gottesdienstzeiten und die Verteilung auf die verschiedenen Orte der Pfarrgemeinden; eine allgemein gültige Lösung dieses Problems gäbe es aber nicht, so Herzner. Er appellierte an alle, die Pfarrgemeinden als Ganzes anzuschauen und nicht nur den Vorteil für den eigenen Heimatort zu suchen. Rückblickend auf das Jahr
2002 und die vergangenen Monate erinnerte Herzner noch an einige Höhepunkte im Pfarrfamilienleben: das zehnjährige Chorjubiläum, die Pfarrwallfahrten nach Vierzehnheiligen und Bettbrunn, die Dekanatswallfahrt, deren Abschlussgottesdienst im Eichstätter Dom durch den Gungoldinger Kirchenchor gestaltet wurde, an die drei erfolgreichen Aufführungen des „Engel"-Musicals durch den Kinder- und Jugendchor und an die Geburtstagsfeier für Pfarrer Bierschneider. Einer der anstehenden Höhepunkte sei die Pfarrwallfahrt nach Rom in der Woche nach Pfingsten. Herzner übergab das Wort nacheinander an die Vorsitzenden der Kirchenverwaltungen von Gungolding, Karl Vielberth; Pfalzpaint, Rudolf Grillmeier; Arnsberg, Johann Grillmeier, und Schambach, Ernst Behringer. Sie präsentierten die Einnahmen und Ausgaben der vergangenen Jahre und gaben einen Ausblick auf anstehende Investitionen, darunter unter anderem die Fortführung der Renovierung der Alten Schule in Gungolding, die Beseitigung der Feuchtigkeitsschäden in der Schambacher Kirche und die Sanierung des Außenbereichs der Kirche von Attenzell. Die ausführlichen Haushaltspläne der Kirchenverwaltungen liegen im Pfarramt zur Einsichtnahme auf. Maria Weidenhiller stellte kurz die Landvolkbewegung vor und betonte dabei, dass sie sich nicht nur um die Belange der Landwirtschaft, sondern um den ländlichen Raum im Allgemeinen kümmere. So stehe man auch bei Fragen in Dorferneuerungsprojekten immer gerne beratend zur Verfügung. Gemeinderätin Maria Frauenknecht gab als Vertreterin des Ortes Gungolding im Web-Arbeitskreis der Gemeinde Walting einen Einblick in dessen Arbeit. Seit l. März sei man online, unter der Adresse www.walting.de sind alle Orte der Gemeinde Walting zusammengefaßt. Da der Internetauftritt möglichst lebendig und aktuell sein soll, begrüße der Arbeitskreis alle Ideen, Anregungen und Kritiken. Sie wies darauf hin, dass auch der Pfarrbote nun online abrufbar sei. Letzter Punkt der Tagesordnung waren die Vorstellung der Seelsorgeeinheiten im Dekanat Beilngries und die vier verschiedenen Modelle zur Zusammenarbeit der Pfarreien innerhalb dieser Einheiten. Pfarrer Bierschneider beschrieb die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Modelle und erläuterte die Entscheidung des Pfarrers und des Pfarrgemeinderates, zunächst das Modell des Pfarreienverbundes zu befürworten


April 2003 | EK vom 16.04.2003

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