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EK VOM 25.04.2003
 

Umweltzertifikat für Schloss Pfünz
Premiere im Bistum Eichstätt / Urkunde und Emblem feierlich übergeben

Eichstätt/Pfünz (pde) Das Jugendhaus Schloss Pfünz hat als erste Einrichtung im Bistum Eichstätt das Umweltzertifikat EMAS erhalten. Im Rahmen einer Feierstunde konnte die Hausleitung mit Andreas Prommersberger, Diözesanjugendpfarrer Josef Funk und Umweltbeauftragter Annemarie Schneider die Urkunde und das Emblem aus den Händen von Dr. Franz Kerler von der Industrie-und Handelskammer für Oberbayern entgegennehmen. Das „Eco-Management and Audit Scheme (EMAS)" der Europäischen Union, auf Deutsch etwa: „ökologische Organisations- und Kontrollverfahren, ist ein Werkzeug für Unternehmen und andere Organisationen, um den Bezug zur Umwelt festzustellen, zu überprüfen und zu verbessern. Das. Programm wurde ursprünglich für Betriebe im industriellen Bereich vom EU-Ministerrat aufgelegt. Das kirchliche Umweltmanagement der Diözese Eichstätt ist eingebunden in ein bundesweites Pilotprojekt der evangelischen und katholischen Kirche mit insgesamt 17 Einrichtungen. Innerhalb des Bistums Eichstätt übernimmt das Jugendhaus Schloss Pfünz Pilotfunktion für weitere zehn Einrichtungen, die zeitlich versetzt ebenfalls an diesem Prozess teilnehmen werden. Die Teilnahme des Bistums Eichstätt am kirchlichen Umweltmanagement wurde .im Herbst 2001 begonnen. Nach Worten des Eichstätter Generalvikars Johann Limbacher ist Grundlage die Umsetzung des Bischofswortes „Handeln für die Zukunft der Schöpfung" aus dem Jahr 1998. Dieses wiederum geht auf einen Diskussionsprozess innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz zurück. Während die Zertifizierung nach „EMAS" im gewerblichen Bereich heute auch einen deutlichen Werbeeffekt mit sich bringt, stehen für die Kirche der Umgang mit der Schöpfung und der damit verbundene Bewusstseinsbildungsprozess im Mittelpunkt. Für das Jugendhaus Schloss Pfünz ist der ökologische Gedanke schon immer sehr wichtig. Hausleiter Andreas Prommersberger blickte bei der Übergabe der Urkunde zurück auf die Installation der Photovoltaikanlage, die bereits 1988 auf dem zum Jugendhaus gehörenden Zeltlagerplatz oberhalb der Almosmühle errichtet wurde. Was damals als ein völlig neues und gewagtes Unternehmen erschienen sei, sei heute selbstverständlich, geworden. Auch wenn man hier und da etwas Lehrgeld habe bezahlen müssen, ist diese Investition nach seinen Worten auch ein wirtschaftlicher Erfolg. Diözesanratsvorsitzender Dieter Salomon betonte, dass der Diözesanrat sich als „Anreger" im Bereich des kirchlichen Umweltmanagements versteht. Das Jugendhaus Schloss Pfünz soll dabei ein Vorreiter sein und seine Erfahrungen an andere Projekte weitergeben. Dass dies möglich wird, ermöglicht eine Ausbildung zum „kirchlichen Umweltauditor", die im Herbst dieses Jahres mit 23 Teilnehmern abgeschlossen wird. Diese bildet nach Worten des Beauftragten des Bistums für das kirchliche Umweltmanagement, Markus Schweizer, die Grundlage, dass die Idee von Pfarreien und anderen Einrichtungen übernommen werden kann. Die vom Jugendhaus Pfünz zur Zertifizierung vorgelegt „Umwelterklärung" sieht durch zahlreiche konkrete Maßnahmen Einsparungen in allen umweltrelevanten Bereichen vor. So soll der Verbrauch von Energie und Wasser in den nächsten drei Jahren um zehn Prozent gesenkt werden, beim Stromverbrauch wird eine durchschnittliche Senkung um fünf Prozent angestrebt. Auch im Bereich der Reinigung und im Abfallmanagement sind zahlreiche konkrete Maßnahmen vorgesehen.


EK vom 18.04.2003 | EK vom 29.04.2003

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