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EK VOM 06.08.2003
 

„Einwohnerzahl" verzehnfacht sich
Isenbrunn feiert am Sonntag Patrozinium / Legende erzählt vom Kirchenbau


Isenbrunn (rx) Am Sonntag, 10. August, feiern die Einwohner von Isenbrunn (Gemeinde Walting) mit ihren Gästen und vielen Gläubigen aus den umliegenden Ortschaften das Patrozinium ihres Kirchenpatrons, des Heiligen Laurentius. Der Festgottesdienst beginnt um 9.30 Uhr. Zelebrant ist Pfarrer Josef Bierschneider aus Gungolding. Bei günstigem Wetter findet der Gottesdienst im Freien vor der Laurentiuskirche statt. Hierzu werden wieder mehrere hundert Menschen erwartet, so dass sich die Einwohnerzahl von Isenbrunn von 32 Personen für kurze Zeit verzehnfacht. Bei schlechter Witterung findet der Gottesdienst in der Kirche statt. Wann die Laurentiuskirche in Isenbrunn gebaut wurde, ist nicht genau überliefert, sie dürfte aber vorromanische Ursprünge haben. Das Gotteshaus zählt damit zu den ältesten Kirchen der Diözese Eichstätt. Vermutlich stand an der Stelle der heutigen Kirche schon um die Jahrtausendwende ein Holzkirchlein, das in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts einem Steinbau weichen musste. Im Jahr 1759 wurde die Kirche neu eingeweiht. Zuletzt erfolgten 1979 und 1980 umfangreiche Außen-und Innenrenovierungen. Eine Legende beschreibt, wie die Kirche von Isenbrunn entstanden sein soll: Eines Tages jagte ein frommer Mann im Altmühltal. Stunden schon war er hinter einem edlen Hirschen her, konnte ihn aber nicht erwischen. Es war ein drückend heißer Tag, und den Jäger plagte brennender Durst. Erschöpft ließ er sich auf einer kleinen Anhöhe nieder und sandte ein Gebet zum Heiligen Laurentius, den er sehr verehrte. Dann schlief er ein. Im Traum erschien ihm ein Mann im weißen Gewand, der in der Rechten einen Palmzweig hielt und damit lautlos die Höhe hinunter deutete. Als der Jäger aufwachte, erhob er sich und ging in die Richtung, die ihm die Erscheinung gewiesen hatte. Dort entdeckte er eine Quelle, die ihm bis zur Stunde verborgen geblieben war. Er dankte Gott für die wunderbare Errettung, dann stillte er seinen Durst. An jener Stelle aber, an der er diesen Traum geträumt hatte, ließ er ein Kirchlein erbauen und stiftete es dem Heiligen Laurentius. Er war fest davon überzeugt, dass es nur der Heilige Laurentius gewesen sein konnte, der ihn errettet hatte.


August 2003 | EK vom 16.08.2003

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