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EK VOM 16.08.2003
 

Fürstbischofs Jagd- und Erholungsschloss

Pfünz (fki) Zu Beginn des 18. Jahrhunderts ließ Fürstbischof Johann Anton Knebel von Katzenellenbogen (1705 bis 1725) das Pfünzer Schloss in seiner heutigen barocken Form wahrscheinlich nach Plänen des Hofbaumeisters Jakob Engel errichten. Die Geschichte des Schlosses reicht Jedoch weit ins 12. Jahrhundert zurück, als an der Stelle des heutigen Schlosses ein „steinernes Burghaus" stand. Zum ersten Mal kam das Gebäude in den Besitz der Kirche, als Albrecht Truchseß es im Jahr 1282 als Lehn an das Hochstift Eichstätt übergab. 1353 verschwindet diese Familie aus den Urkunden, und so ging der Besitz des Burghauses über die mit Ihnen verwandten Waltinger zu den Zandtern über. Ein Konz Zandter verkauft im Jahr 1451 das Schloss an Heinrich Rohrmayer zu Gungolding. Von dessen Erben erwarb schließlich Bischof Wilhelm von Reichenau im Jahr 1475 das Schloss „zur Erholung und zur Jagd". In der, Folgezeit wurde das Schloss um- und ausgebaut. Ein Wappenschild des Bischofs Martin von Schaumberg deutet darauf hin, dass auch er sich an der Erweiterung beteiligte. Die heutige Gestalt erhielt das Schloss in der Barockzeit. Eine Besonderheit stellte der Garten dar. Er hatte vier große Fischweiher und einen Kanal, auf dem man mit kleinen Booten fahren konnte. Im Zuge der Säkularisation wurde das Gebäude für 6000. Gulden an Privatleute verkauft, frei war es aber erst nach dem Tode des letzten Fürstbischofs von Eichstätt, Joseph Graf von Stubenberg, der ein lebenslanges „Wohnrecht" erhalten hatte. Von da an sah das Schloss wechselnde .Besitzer - unter ihnen auch Dr. Friedrich Winkelmann. Erst 1955 kaufte die Kirche das Schloss zurück, bereits fest entschlossen; darin ein Jugendhaus zu errichten. Für 750 000 Mark wurde diese Vorstellung Wirklichkeit, und so könnte am 22: September 1957 Bischof Joseph Schröffer das neue Jugendhaus einweihen. In einem Begleitheft zur Einweihung schreibt der Bischof angesichts der Historie des Schlosses: „Das Schloss der Bischöfe wird zum Haus der Jugend." Bereits zehn Jahre später konnte ein 600 000 Mark teurer Anbau - in dem der Vortragssaal und die Sporthalle untergebracht wurden - eingeweiht werden, und drei Jahre später wurde der so genannte Personalbau im Einfahrtsbereich des Schlosses in Betrieb genommen. Um mehr Platz zu bekommen und um Geld zu sparen, wurde in den 70er Jahren zwei Weiher und der Kanal im Park zugeschüttet und die beiden übrigen Seen zu dem heutigen verbunden. Von 1881 bis 1984 wurde dann das Bettenhaus II errichtet und 1990 die neue Kapelle eingeweiht - die von den bevorstehenden Umbaumaßnahmen unberührt bleiben wird. Im Jahr 2001 - laut Jugendhausleiter Andreas Prommersberger ein durchschnittliches Jahr - beherbergte das Jagendhaus 203 Gruppen mit insgesamt 9317 Teilnehmern, die etwa 18000 Nächte Im Jugendhaus verbrachten. Das Hüttenlager Almosmühle mitgerechnet, betreute das Jugendhaus im Jahr 2001 sogar 11600 Besucher.


EK vom 16.08.2003 | EK vom 19.08.2003

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