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EK VOM 08.01.2004 |
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Rieshofener feiern ErhardspatroziniumFestgottesdienst und Reliquienauflegung / Heiliger bei Augenleiden angerufen
Rieshofen (rx) Am kommenden Sonntag, 11. Januar, feiern die Gläubigen in Rieshofen gemeinsam mit den Mitgliedern der Pfarrei Walting und auswärtigen Gläubigen und Gästen das Patrozinium ihres Kirchenpatrons, des Heiligen Erhard. Der Festgottesdienst in dem kleinen Altmühldorf beginnt um 8.30 Uhr. Zelebrant und Prediger ist der für die Seelsorge in der Pfarrei Walting zuständige Kaplan Francesco Benini. Die musikalische Gestaltung übernehmen Johann Rixner (Orgel) und Florian Bauer (Trompete). Beide präsentieren den Gottesdienstbesuchern die dreisätzige Suite B-Dur für Trompete und Orgel von Georg Friedrich Händel (1685 bis 1759). Der erste Satz „Anglaise" erklingt zum Einzug, der zweite Satz „Minuet" wird zur Gabenbereitung gespielt, und der dritte Satz „Hornpipe" wird die Kommunionausteilung begleiten. Nach einer Festandacht, die um 14 Uhr beginnt, besteht für die Gläubigen wie schon in den vergangenen Jahren die Möglichkeit zur Auflegung der Erhardsreliquie. Das kostbare Reliquiar wurde im Juni 1999 im Rahmen der Altarweihe von Bischof Dr. Walter Mixa in den hölzernen Altarboden eingeschlossen und wird nur zu ganz besonderen Anlässen - wie etwa jetzt zum Erhardspatrozinium - wieder ans Tageslicht hervorgeholt. Mehrjährige Verhandlungen zwischen dem Regensburger Domkapitular und Dompfarrer Hermann Hierold und dem damaligen Waltinger Pfarrer Erich Schredl waren erforderlich, bevor der frühere Bischof von Regensburg, Manfred Müller, seine Einwilligung zur Übertragung eines kleinen Teils der Reliquien des Heiligen Erhard erteilte. Die Hauptreliquien des Heiligen ruhen im Niedermünster in Regensburg. Die Geschichte der Rieshofener Kirche geht weit zurück. Zu welcher Zelt die erste Kirche hier erbaut wurde, ist nicht überliefert. Die Untergeschosse des Kirchturms sind auf jeden Fall romanischen Ursprungs (etwa 12. Jahrhundert), der weitere Aufbau erfolgte in der Spätgotik. 1749 wurde das Langhaus neu angebaut, das 1912 erweitert wurde. Wertvollstes Kunstwerk im Innern ist eine Marienfigur aus Ton, die auf die Jahre 1470 bis'1480 datiert wird. Die Figur wurde nach der Innenrenovierung 1999 auf der rechten Seite angebracht. Ein besonderes Augenmerk verdienen auch der Kreuzweg (1763), die Prozessionsstangen (1854) und die Orgel (1930), welche im vergangenen Jahr einer gründlichen Sanierung unterzogen wurde. Das große Deckengemälde zeigt den Heiligen Erhard, wie er das blinde Mädchen Ottilia tauft, welche daraufhin sehend wird. Deswegen wird der Heilige Erhard besonders bei Augenleiden angerufen.
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EK vom 08.01.2004 | EK vom 09.01.2004
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