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EK VOM 06.04.2004
 

Kreuzwegstationen kommen in der Fastenzeit zu Ehren

Gungolding (mf) Eine beliebte Tradition ist es in Gungolding, an den Sonntagen in der Fastenzeit die Kreuzwegandachten jeweils an den Kreuzwegstationen zu beten. Auf dem Weg von der St.-Josefs-Kapelle zur Pfarrkirche befinden sich 14 gemauerte Bildstöcke mit der Darstellung des Leidens und Sterbens Jesu Christi. Sie wurden im Jahr 1751 nach anfänglichem Widerstand genehmigt: „Seine Hochfürstliche Gnaden gedulden nicht in ihrem Territorium derlei neuerliche Andachten, wodurch die ehevorigen in Vergessenheit kommen", hatte es zunächst ablehnend geheißen. Noch im selben Jahr errichteten die Gungoldinger die Bildsäulen „acht Fuß hoch" unter dem damaligen Kammerer Simpert Textor. Dass die Andachten auch noch in heutiger Zeit auf der viel befahrenen Straße stattfinden können, dafür sorgt die Gungoldinger Feuerwehr, die den Verkehr in dieser Zeit über die Stangengasse umleitet. Auch in diesem Jahr waren wieder viele Kinder, vor allem die Erstkommunikanten, an der Gestaltung der Andachten beteiligt. Auch viele Erwachsene bringen sich dabei mit ein. Ortspfarrer Josef Bierschneider regt seit geraumer Zeit an, eine 15. Station mit dem Gedenken an die Auferstehung Jesu zu errichten. Im Zuge der Baumaßnahmen an der „Alten Schule", die derzeit zu einem Pfarrheim umgebaut wird, könnte sich dieser Gedanke in nächster Zeit auch in die Tat umsetzen lassen. Die letzte Kreuzwegandacht an den Stationen in dieser Fastenzeit findet am Karfreitag vormittags um 9 Uhr statt. Treffpunkt ist üblicherweise vor St. Josef.


EK vom 05.04.2004 | EK vom 08.04.2004

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