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EK VOM 20.04.2004
 

Kulinarische Ehre für Giersch und Gänseblümchen
Küchenchef Gregor Wittmann stand zum 25. Mal für die Fernsehreihe „Querbeet" vor der Kamera

Walting (klf) Der Küchenchef des Landhotels Gut Moierhof in Walting und FC-Bayern-Koch Gregor Wittmann stand am vergangenen Freitag und Samstag zusammen mit der Leiterin des Deutschen Medizinhistorischen Museums Ingolstadt, Professor Dr. Christa Habrich, wieder vor der Kamera des Aufnahmeteams für die Gartensendung „Querbeet" des Bayerischen Fernsehens. Zum 25. Mal schon - es war also ein Jubiläum. Burkhard Mückes Serie „Querbeet" berichtet regelmäßig über Natur, Pflanzen, Garten, Gartenkunst und Kulinarisches oder Heilsames und Gesundes aus dem Garten. Und sie ist seit Jahren ein Quotenbrecher in diesem Fernsehformat. Jeden Montagabend um 19 Uhr schalten bis zu zwei Millionen Zuschauer das Bayerische Fernsehen ein, um Mückes Sendung „Querbeet durchs Gartenjahr" zu sehen. Seit vier Jahren regelmäßig mit dabei ist der junge „Eurotoque" Gregor Wittmann vom Gut Moierhof in Walting. Was die Sendung so einmalig macht, so Professor Dr. Christa Habrich, ist das klare und stimmige Konzept. Immer geht es ums Säen, Ernten und Verarbeiten in einer guten regionalen und bodenständigen Küche all der Pflanzen, die in Querbeet vorgestellt werden. Und man erfährt - das ist Habrichs Part - auch viel Interessantes über die Heilkraft und medizinische Wirksamkeit jener Pflanzen und Kräuter, die die stillen Stars jeder Querbeet-Folge sind. Sieben Menüs hat Gregor Wittmann an zweieinhalb Tagen für die neuen Serien von Querbeet gekocht. Und alle widmen sie sich den frischen Kräutern und „Unkräutern", die im Frühjahr im Garten sprießen, öfter als viele Menschen wissen, so Habrich und Regisseur Burkhard Mücke, sind eben auch vermeintliche Unkräuter in unseren Gärten eine wertvolle Grundlage für ein schmackhaftes Schmankerl oder Menü. So haben Mücke und Wittmann diesmal den Löwenzahn, den Giersch, die Vogelmiere, den Bärlauch, die Brennnessel und sogar das Gänseblümchen und die Schlüsselblume beim Wachsen und Blühen beobachtet und dann zu allerhand von Gregor Wittmann kreierten Köstlichkeiten verarbeitet. Für einen siebenminütigen Beitrag aus Wittmanns „Gesundheitsküche" benötigt das Fernsehteam etwa zwei Stunden Aufnahmezeit. Wie Mücke erzählt, kann es da nicht ausbleiben, dass sich die Kollegen vom Team zwischendurch immer mal wieder am leckeren Schlüsselblumenparfait vergreifen oder Wittmanns Gartenwildkräutersalat regelrecht wegputzen, wenn die Einstellung abgedreht ist. Wer könnte auch widerstehen, wenn Wittmann, wie jetzt beim 25. Dreh in Walting, beispielsweise auf einem Teller Wildkräutersalat von Vogelmiere, Löwenzahn, Gänseblümchen, Bärlauch und Giersch anrichtet, ein paar blanchierte und in Butter geschwenkte weiße und grüne Spargelsprossen hinzu gibt und schließlich noch vier Scheiben vom Altmühltaler Lammkarree dazu legt. In der leichten Panade fürs Lamm hat er Rosmarin oder Thymian mit drin, und als i-Tüpfelchen kommen ein paar frische Basilikumblätter auf die Lammkreation. Man könne die Dinge wirklich leicht nachkochen, sagt Wittmann. Man brauche sich nur in seinem eigenen kleinen Hausgarten umschauen. Und schmecken tut es sowieso unvergleichlich, wenn die meisten Zutaten im eigenen Garten sind.


EK vom 16.04.2004 | EK vom 27.04.2004

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