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EK VOM 29.06.2004 |
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„Es freut uns, dass wir etwas zurückgeben können" Claudia und Hans-Peter Wilk und ihr fürstbischöfliches Holzhüterhaus m Pfünz
Pfünz (kif) „Nein, der Rummel in unserem Garten und unserem Haus, der stört uns nicht. Im Gegenteil freut es uns, dass wir etwas zurückgeben können", so Claudia und Hans-Peter Wilk, die seit ein paar Jahren stolze Besitzer des ehemaligen Forsthauses in Pfünz sind. Beide sehen den ganzen Sonntag über das Gewusel in ihrem Garten und auf der Baustelle des wohl um 1750 erbauten vormals fürstbischöflichen „Holzhüterhauses" am südlichen Ortsausgang von Pfünz mit Begeisterung. Denn ehe sie sich zum Kauf der wertvollen und in der Substanz gut erhaltenen historischen Immobilie entschlossen haben, waren sie selbst sehr oft während der Woche des offenen Jurahauses auf Haus-Schau-Tour. „Und dabei habe ich auch immer gut zugehört, was man bei alter Bausubstanz im Sanierungsfall beachten muss", sagt Hans-Peter Wilk. Denn er habe zwar keine zwei linken Hände, aber ohne die Tipps von sanierungserfahrenen Jurahausbesitzern und ohne die Mitarbeit der Eltern würde das Haus in Pfünz womöglich doch eine ewige Baustelle werden. So aber gehen die Wilks davon aus, dass sie im nächsten Jahr, wenn sie ihre Haustür wieder für Jurahaus-Touristen aufsperren, schon ein gutes Stück weiter sind. Auch Claudia Wilk hat aus den eigenen Jurahaus-Besichtigungstouren gelernt, und so prangen in allen Räumen gelbe Informationszettel, auf denen das Wichtigste zum Haus und zum einzelnen Raum notiert steht, was die Denkmalbefundung ergeben hat, was ihr Architekt Markus Markert feststellen konnte und was der örtliche Heimatpfleger nach umfassendem Archivalienstudium zum ehemaligen Holzhüterhaus herausgefunden hat. Laut Hans-Peter Wilk ist die Baugeschichte gut dokumentiert. Es sei zwar bisher nicht festzustellen gewesen, wer als Baumeister für den stattlichen Amtshausbau verantwortlich war, aber viele in späteren Jahrhunderten erfolgte Umbau-, Er-neuerungs- und Ergänzungsmaßnahmen sind in einem Bauinventar von 1864 notiert. Auch für die Zeit bis 1965 gibt es Angaben zum Gebäude und den Nebengebäuden, wie Waschhaus und Backhaus oder zur Elektrifizierung des Hauses im Jahr 1927. Verkauft wurde das ganze Anwesen, ein stattliches Jurahaus mit einem im Osten und Westen des Gebäudes gebrochenen Walmdach, das ursprünglich mit Legschiefer eingedeckt war, im Jahre 1864 für 3600 Gulden an den Staat, so nachzulesen im Bau-Inventar vom 2. Januar 1866. In diesem Protokoll ist auch erfasst, dass die Umfassungsmauer des Grundstücks mit Legschiefer gedeckt und dass der Dachboden nie für eine spezielle Nutzung vorbereitet war. Auch die Wilks wollen das mächtige Dachgebälk, das in der Substanz pfenniggut ist, unangetastet und den Dachraum als Kaltdach bestehen lassen. Platz für eine Familie mit zwei Kindern ist auf den um die 300 Quadratmeter Wohnfläche im Erd- und Obergeschoss genug. Und die Nebengebäude sind ja auch noch da.
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EK vom 26.06.2004 | EK vom 29.06.2004
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