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EK VOM 18.09.2004
 

Mehr als 350 Freizeitsportler begleiteten 25 Naturathleten von Pfünz nach Eichstätt
Naturathlon 2004: Beweis für Einklang von Sport und Natur / Residenzplatzfest

Eichstätt (aur/hr) „Gestern in Berchtesgaden hatten wir den Schorsch Hackl, aber hier sind dafür die ganzen sportlichen Gruppen." Andre Schelling (28), „Naturathlet" aus Sachsen-Anhalt, war gestern schwer beeindruckt, welchen Empfang der Naturathlon 2004 am Pfünzer Römerkastell erhielt. Mehr als 350 Freizeitsportler warteten dort auf die 25 ausgewählten Sportlerinnen und Sportler aus ganz Deutschland, um sie bis nach Eichstätt zu begleiten. Die „Naturathleten" waren am Dienstag zu einer Tour durch ganz Deutschland, von Berchtesgaden bis Rügen, gestartet und bewegten sich dabei zu Lande (Laufen und Radeln), zu Wasser (per Boot) und mittels Gleitschirm selbst in der Luft. Der vom Bundesamt für Naturschutz initiierte Naturathlon will demonstrieren, wie Sport in der Natur ausgeübt werden kann, ohne dass die Natur geschädigt wird. Die gestrige Etappe führte die Naturathleten 240 Kilometer weit von Berchtesgaden bis Eichstätt, - wobei die Regeln vorsehen, dass zumindest etliche Sportler die komplette Strecke mit eigener Muskelkraft, in diesem Fall mit dem Radi, absolvieren. Den Abschluss bildete dabei der für die gesamte Bevölkerung offenen Schlussabschnitt von Pfünz nach Eichstätt. Am Römerkastell standen zur Freude der Organisatoren jede Menge Jogger, Nordic Walker, Inlineskater, Mountainbike-Fahrer, Radwanderer, Wanderer und auch Bootsfahrer bereit, um nach Eichstätt aufzubrechen. Der Alpenverein, die DJK und der SV Marienstein, der Bund Naturschutz und das Informations- und Umweltzentrum Naturpark Altmühltal hatten erfreulich viele Sportler und Naturfreunde bei strahlendem Herbstwetter auf die Beine gebracht. Verabschiedet wurden die Teilnehmer der verschiedenen Sportarten beziehungsweise Naturexkursionen zu Feuchtgebieten und Trockenrasen nacheinander von einer Gruppe römischer Legionäre, einer Abordnung des Römer- und Bajuwarenmuseums Kipfenberg, und einer Reitergruppe aus Beilngries. Auf dem Residenzplatz in Eichstätt wurden die in Pfünz gestarteten und nach und nach eintreffenden Sportlerinnen und Sportler von Franz Mende, Projektleiter vom Bundesamt für Naturschutz, und Oberbürgermeister Arnulf Neumeyer begrüßt. Mende betonte in einem Interview mit Moderator Klaus Dorsch die Bedeutung des Naturathlon, nämlich eine Verbindung zwischen Naturschutz und den in der Natur Sport treibenden Menschen herzustellen. „Beides ist möglich, wenn bestimmte Verhaltensregeln beachtet werden", sagte Mende. Der Naturpark Altmühltal sei dabei eine Vorzeigelandschaft. Hier würde die Einheit zwischen Natur und Sport schon seit Jahren praktiziert, stellte er unter Hinweis auf die Zusammenarbeit zwischen Kletterern des Alpenvereins und den Naturschützern sowie die Natur schonenden Sportarten wie Bootswandern oder Radfahren dar. Während die Sportler in Gruppen nach und nach eintrafen, überbrückte die Big Band des Willibald-Gymnasiums die Zeit mit fetzigen Rhythmen, und die Taekwondo-Gruppe des PSV Eichstätt unter der Leitung von Michael Bussmann zeigte ihr Können. Rund um den Residenzplatz waren zahlreiche Stände aufgebaut, mit denen sich verschiedenste Naturschutzorganisationen oder der Naturpark, oder die Projektgemeinschaft „Altmühltaler Lamm", Eichstätter Vereine und Schulen präsentierten. Am Abend fanden dann noch ein Maßkrug-Wettstemmen und ein Wettsägen statt. Anschließend sorgten die Musikgruppen „Schein" und „Boppin B" für Stimmung. Heute, Samstag, starten die 25 Naturathleten ihre dritte Touretappe nach Schwäbisch Gmünd. Der Naturathlon endet nach insgesamt 2800 Kilometern am Kap Arkona.


EK vom 13.09.2004 | EK vom 23.09.2004

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