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EK VOM 04.12.2004
 

Die „Fünf in Bayerns Mitte" wollen in Zukunft an einem Strang ziehen

Walting
(mf) Die fünf Gemeinden Denkendorf, Kinding, Kipfenberg, Titting und Walting sollen die ersten sein, die nach dem neuen „Integrierten ländlichen Entwicklungs-Konzept", kurz ILEK, unter dem „Schutzmantel" der Direktion für ländliche Entwicklung in Krumbach zusammenarbeiten. Nachdem alle Gemeinderäte dieser Gemeinden bereits die Bereitschaft zur Zusammenarbeit signalisiert hatten und zwischen der Direktion für ländliche Entwicklung und den fünf Bürgermeistern Josef Bienek, Rita Böhm, Rainer Richter, Martin Heiß und Hans Mayer ein vorbereitendes Gespräch geführt worden war, konnte nun ein konkreteres Vorgehen angepackt werden. Das Seminar „Regionale Landentwicklung" in der Schule der Dorf- und Landentwicklung in Thierhaupten gab erste Gelegenheit, einander kennenzulernen und eine Strategie für die weitere Vorgehensweise zu entwickeln. Dazu waren von den fünf Gemeinden jeweils die Bürgermeister und vier Gemeinderäte eingeladen worden. Die Leitung und Moderation hatten Ferdinand Bisle von der Direktion für Ländliche Entwicklung in Krumbach und Andreas Raab, Regionalplaner aus München. In Gruppenarbeit wurde zuerst eine Bestandsanalyse erstellt, um Gemeinsamkeiten und Verbindungen innerhalb der benachbarten Gemeinden aufzuzeigen und Möglichkeiten der kommunalen Zusammenarbeit und der gemeinsamen Entwicklung zu erkennen. Am zweiten Seminartag ging es dann bereits darum, Ziele und Strategien zu entwickeln und konkret ausgewählte Themenschwerpunkte zu bearbeiten. Einen Motivationsschub erlebten die Teilnehmenden durch die praxisorientierten Darstellungen des Bürgermeisters der Gemeinde Schlüsselfeld, der bereits seit drei Jahren erfolgreiche kommunale Zusammenarbeit mit den Gemeinden Geiselwind und Burghaslach praktiziert, die seither als „Drei-Franken-Eck" auftreten. Innerhalb der Arbeitsgruppen der „Fünf in Bayerns Mitte", wie einer der Namensvorschläge lautete, kristallisierte sich schon bald heraus, dass sich Möglichkeiten der Zusammenarbeit vor allem in der Präsentation nach außen, also besonders im Fremdenverkehrs- und Tourismusbereich anbieten. Aber auch die Entwicklung in den Dörfern mit der Problematik der aussterbenden Ortskerne, die Verkehrsanbindung und der damit verbundene Gewerbebereich, die Entwicklung der Landwirtschaft und die Nahversorgung der Bürger geben Anhaltspunkte für gemeinsames Handeln.

Aktionsplan aufgestellt
Den Abschluss des Seminars bildete das Aufstellen eines gezielten Aktionsplanes für die weitere Vorgehensweise. Die Information der Gemeinderäte und der Bürger obliegt den beteiligten Bürgermeistern. Im Februar Im kommenden Jahr sollen die einzelnen Gemeinden dann soweit sein, dass sie zusammen mit Baudirektor Walter Landthaler, der von der Direktion für Ländliche Entwicklung Krumbach dieses ILEK-Projekt betreuen wird, die weitere Vorgehensweise, die Beauftragung eines Planungsbüros und die Vertragsgestaltung planen können. Zum Ende des ersten Quartals 2005 soll dieser erste Entwicklungsschritt abgeschlossen sein, um dann konkret an einzelne Projekte, für die es Fördermöglichkeiten gibt, heranzugehen und eventuell auch bereits Arbeitsgruppen innerhalb der fünf Gemeinden zu bilden.


EK vom 02.12.2004 | EK vom 10.12.2004

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