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EK VOM 19.05.2006
 

Bürgermeister Mayer: Wirtschaftlichkeit prüfen
Überleitung brächte Einsparungen von mehr als 400 000 Euro und deutlich geringere Betriebskosten

Walting
(wo) Auch die finanzielle Situation spielt eine Rolle bei der Entscheidung über eine Zentralkläranlage. Dazu erklärte Heinrich Wägemann vom Planungsbüro, dass bei einem Neuausbau der Kläranlage Gungolding Kosten in Höhe von 990 000 Euro zu erwarten seien und eine Überleitung von Gungolding nach Pfalzpaint rund 583 000 Euro an Kosten verursachen werde. Die Ersparnis bei der Lösung einer Überleitung läge demnach bei 400 000 Euro. Die Verpflichtung der Gemeinde sei es, nach der wirtschaftlichen Lösung zu suchen, deshalb könne dieser Kostenunterschied nicht außer acht gelassen werden. Zudem seien noch erhebliche Einsparungen bei den Betriebskosten vorhanden, so Bürgermeister Hans Mayer. Die geringeren Betriebskosten seien unter anderem dadurch bedingt, da sich beim Betreiben von nur einer Kläranlage die Personalkosten verringern. Das Einsparungspotenzial läge hier bei etwa 12 250 Euro pro Jahr. Als weiteres Einsparungspotenzial wurde der geringere Stromverbrauch beim Pumpen von den Abwässern aus Gungolding nach Pfalzpaint erwähnt. Diese Einsparungen kämen dann wiederum allen Anschlussnehmern zugute, so Bürgermeister Mayer. Der Bürgermeister erklärte, dass er es als eine Verpflichtung sehe, die Wirtschaftlichkeit beider Möglichkeiten genau zu prüfen. Auch wurde in den Befürchtungen der Bürger die Situation eines Steinindustriebetriebes in Gungolding angesprochen. So ist die Meinung, dass die hier anfallenden Abwässer in Gungolding mit erheblichen zusätzlichen Betriebskostenaufwand zur Kläranlage Pfalzpaint gepumpt werden müssten. Dies wurde jedoch entkräftet, da hier keine Industrieabwässer, sondern nur häusliche Abwässer von Betriebspersonal anfallen, Niederschlagswasser werde vor Ort gespeichert und im Betriebsablauf genutzt. Zur Geruchsbelästigung wurde erklärt, dass diese nur durch zu lange Aufenthaltszeiten von Abwässer im Vorklärbecken entstehen könne. Dies sei vor allem bei einer Überdimensionierung der Vorklärbecken der Fall. Bei einer Überleitung der Abwässer aus Gungolding wäre diese Problematik dadurch entschärft, dass sich durch die Erhöhung der Abwasserzufuhr diese Aufenthaltszeiten im Vorklärbecken verringern und rascher der biologischen Stufe zugeführt werden. Auf die nochmalige Frage eines Bürgers, ob die Geruchsbelästigung durch die Überleitung von Gungolding erhöht werde, konnte von der Fachbehörde die Zusage gemacht werden, dass keine Erhöhung der Geruchsbelästigung durch den Anschluss von Gungolding bei der Kläranlage in Pfalzpaint eintreten werde. Bürgermeister Mayer wies nochmals darauf hin, dass von der Gemeinde nicht beabsichtigt sei, in Pfalzpaint eine Zentralkläranlage für die gesamte Gemeinde zu errichten. Er wies daraufhin, dass für die Kläranlagen Walting und Pfünz die wasserrechtliche Erlaubnis bereits um weitere 20 Jahre verlängert worden sei (Bericht folgt).


EK vom 16.05.2006 | EK vom 19.05.2006

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