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EK VOM 03.08.2006
 

Heimatverein mit den Senioren unterwegs

Pfünz (och) Beim Pfünzer Heimatverein „Vetoniana" ist es in den letzten Jahren zur lieben Gewohnheit geworden, die Pfünzer Senioren zu einer halbtägigen „Fahrt ins Blaue" einzuladen. Unter der Führung des Vorsitzenden Helmut Drieger startete der Bus mit über 30 Personen die Reise. Als erstes Ziel steuerten die Verantwortlichen den jüdischen Friedhof in Georgensgmünd an. Dieser beeindruckende Friedhof wurde zwischen 1559 und 1582 angelegt und entwickelte sich im Laufe der Zeit zum Bezirksfriedhof. Dieser wurde mehrmals erweitert und hat heute noch knapp 1800 Grabsteine, von denen der älteste aus dem Jahr 1594 stammt. Interessant auch das Ziel der zweiten Station: In Roth besichtigte die Gruppe das Fabrik-Museum, in dem die Geschichte und die Entwicklung der leonischen Industrie erhalten und gesammelt ist. Dieses Museum ist das erste und bisher einzige seiner Art. Die fachkundigen Führer erklärten der Gruppe, dass feine Gold- und Silberdrähte, versilberte und vergoldete Kupferdrähte und die daraus hergestellten Produkte in Deutschland „Leonische Waren" genannt werden. In verschiedenen Schritten wurden den Besuchern die Technik des Drahtziehens vorgestellt, die Entwicklung von der mühsamen manuellen Arbeit bis zur heutigen hochtechnisierten Maschine. Das Museum ist ein „lebendiges" Museum, das bedeutet, dass alle ausgestellten Maschinen noch in voller Funktion sind. Vielfache Vorführungen bestätigten diese Aussage und besonders beeindruckend war, einen Jacquard-Webstuhl in voller Aktion beobachten zu können. Die Besichtigung der Fülle typischer leonischer Produkte wie Stickereien, Borten, Tressen und Uniformeffekte rundete den Besuch ab. Zu einem gemütlichen Abschluss bei einer Brotzeit kehrte die Gruppe in Rudletzholz bei Heideck ein. Die Überraschung und Freude war groß, denn die Wirtin des dortigen Gasthauses ist eine gebürtige Pfünzerin.


August 2006 | EK vom 03.08.2006

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