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EK VOM 13.09.2006 |
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Bemühen um gegenseitiges Verständnis Senegalesische Delegation zu Besuch bei Katholischer Landvolkbewegung / Positive Bilanz
Von Josef Bartenschlager
Gungolding (EK) Im Bemühen um intensivere Kontakte zu Senegal hatte die Katholische Landvolkbewegung der Diözese Eichstätt drei Vertreter der Diözese Tambacounda eingeladen. Der Besuch, der gestern endete, wurde positiv bewertet. Drei Wochen besuchten Bertin Sagna, der Verantwortliche für das Laienapostolat der erst 1994 gegründeten Diözese Tambacounda, ferner Bernard Seck, der Verantwortliche für das Schulwesen dieser Diözese, und Francois Dione, Vorsitzender von Marcs, der Organisation für die erwachsenen männlichen Katholiken Senegals, den Freistaat Bayern. Sie erlebten den ländlichen Raum und den Alltag von Bauern und Handwerkern. Die drei nahmen am täglichen Leben von Landwirten teil und hatten auch Begegnungen mit lokalen Politikern. Mit einer Fülle an Eindrücken kehrten sie gestern in ihr Heimatland zurück. Kontakt zu Senegal gibt es seit den 1960er Jahren. Josef Bierschneider, 17 Jahre als Landvolkpfarrer tätig, bereiste mehrmals das Land, und der Bischof von Tambacounda ist in Eichstätt ebenfalls kein Unbekannter. Manches Projekt Wurde unterstützt, doch die Beziehung wies oft nur bruchstückhaften Charakter auf. Vor etwa eineinhalb Jahren beschloss die KLB, die Partnerschaff auf eine festere Grundlage zu stellen. Ein Partnerschaftskomitee wurde gegründet und als Auftakt der Bemühungen um ein besseres gegenseitiges Verständnis diente nun dieser dreiwöchige Besuch. Am Montagabend feierten alle Abschied im Gungoldinger Pfarrheim und zogen gleichzeitig Bilanz, die positiv ausfiel. Sogar die Sprachbarriere wurde dank der guten Arbeit von Dolmetscherin Miriam Penkhues weit gehend überwunden. Außerdem beherrschten etliche KLB-Mitglieder französisch, die Muttersprache der Gäste. Einig waren sich Bayern wie Senegalesen, Sprachkurse besuchen zu wollen. Das sei allerdings ein Weg, der sich Jahre hinziehen wird. Bernard Seck zeigte sich begeistert von der Warmherzigkeit, mit der er und seine beiden Begleiter empfangen wurden. Diese Erfahrung beruht übrigens auf Gegenseitigkeit. Beeindruckt sei er vom Fleiß der Deutschen gewesen, die das, .was sie erarbeiten, auch konsumieren könnten. Das sei im Senegal anders: „Dort kann die Bevölkerung nicht essen, was sie erarbeitet." Francois Dione hat registriert, dass die Mittel vorhanden sind, Um große Geräte in der Landwirtschaft einsetzen zu können. Die Verbindung von Ackerbau und Viehzucht, die an vielen Höfen gleichzeitig betrieben werden, sieht er als großen Vorteil: „Beides bereichert sich gegenseitig." Außerdem: „Die Leute achten auf die Natur." Und seien diszipliniert. Bertin Sagna, ein Priester, bemerkte schmunzelnd, das einzige Problem bei Programm sei gewesen, dass die senegalesische Mittagspause nicht eingehalten wurde. Damit habe ein wenig die Zeit zur Reflexion gefehlt. Ihm ist ferner die starke Präsenz des Staates angenehm aufgefallen. Bürgermeister hätten sich Zeit für sie genommen. Im Senegal sei ein Bürgermeister oft überhaupt nicht" erreichbar. Der Staat kümmere sich um Alte, Kranke und Behinderte und er habe einen großen Respekt vor dem Leben vorgefunden. Auch die Kirche sei lebendig in Deutschland. Hier hakten allerdings die Gastgeber ein. Das empfinde er wahrscheinlich deshalb, weil er mit Familien in Berührung gekommen sei, die den Glauben praktizieren. Mit der Hoffnung, das gemeinsame Pflänzchen Partnerschaft möge wachsen und gedeihen, schloss Pfarrer Sagna. Das KLB-Partnerschaftskomitee hat jetzt noch eine schwierige Aufgabe vor sich. Die Senegalesen hatten etliche Projekte vorgestellt, die finanzielle Unterstützung verdienten, und hier muss das Komitee eine Auswahl treffen.
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EK vom 12.09.2006 | EK vom 15.09.2006
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