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EK VOM 19.09.2006
 

Mehr Blasmusik als „Badeibolididig“ beim CSU-Fest
Bürgermeister Hans Mayer gab in Gungolding erstmals den „Josef Filser“/Kultusminister feierte mit
Von Maria Frauenknecht

Gungolding (EK) Der jährliche Bayerische Abend ist bereits zu einem Markenzeichen des CSU-Ortsverbands Walting geworden. Heuer kam Kultusminister Siegfried Schneider zu diesem unbeschwerten Treffen.
Nachdem der Abend im Vorjahr nur zwei Tage vor der Bundestagswahl stattgefunden hatte und deswegen naturgemäß viel Information bot, hatte die Führung des CSU-Ortsverbands diesmal auf viel bayerischer Blasmusik gesetzt. Ortsverbands-Vorsitzender Roland Schermer begrüßte die zahlreichen Besucher im Saal des Gasthauses Plenagl in Gungolding und nannte vor allem Pfarrer Josef Bierschneider, Bürgermeister Hans Mayer und eine Reihe von dessen Bürgermeisterkollegen aus den benachbarten Gemeinden, den CSU-Kreisvorsitzenden Toni Knapp mit den Vorstandsmitgliedern Tanja Schorer-Dremel und Bernhard .Bauch und etwas später dann mit besonderer Freude Staatsminister Siegfried Schneider. Den ersten unterhaltsamen Programmteil lieferte der junge Georg Wenz aus Walting mit der trefflichen Lesung der Lauerer-Geschichte „Amal gschaut!". Premiere als „Landtagsabgeordneter Josef Filser" hatte dann Bürgermeister Hans Mayer, der so seine politischen Ambitionen von einer ganz anderen als der gewohnten Seite, darstellte. Als „Insider" konnte er natürlich neben einem Streifzug in die „Badeibolidig" vor allem auf die Geschehnisse in den Orten der Gemeinde Walting eingehen und manchen Blick hinter die Kulissen freigeben. Anlässe dafür gab es auch im letzten Jahr genügend, fast monatliche Höhepunkte hätte ihm fast allein der Ort Gungolding geliefert. Dabei bereitete es ihm sichtlich Freude, auf das große Dorffest einzugehen. Er erinnerte daran, dass da Politiker wie Landrat Xaver Bittl und Kultusminister Siegfried Schneider sich in ihre Kinderschuhe zurückversetzten, als sie mit „Gawala" und „Pfitscherpfeil" schießen durften, dass ein barfüßiger Dixie die Altmühl „angezündet" hat und dass es für das nächste Fest schon einen Termin gibt, nämlich das Jahr 2045; nicht weil da Gungolding 1150 Jahre alt wird, sondern weil es da „mit der Frauenknechtin" wieder eine 95-jährige Schirmherrin gibt. Minister Siegfried Schneider stand natürlich der Redekunst eines „bayerischen Abgeordneten" nicht nach. Mit einem launigen Einstieg in die trockene politische Materie gelang es ihm problemlos, die Aufmerksamkeit auf ein paar Punkte zu lenken, die ihm derzeit besonders wichtig erscheinen. Als Stichworte nannte er „Global" und „Bildung", die er in seinem kurzen Vortrag verständlich und äußerst geschickt verknüpfte. Kernaussage war dabei der von ihm zitierte Artikel 131 (l) der Bayerischen Verfassung, der da lautet: „Die Schulen sollen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden". Da habe es in den letzten Jahrzehnten wohl Defizite gegeben, gleichermaßen liege es hier aber an allen in der Gesellschaft, sich einzubringen und als Vorbilder zu wirken. So dürfe auch das Einfordern von Disziplin nicht länger negativ gedeutet werden, könne jedoch nur dort seine Wirkung entfalten, wo rücksichtsvolles und diszipliniertes Verhalten aktiv vorgelebt werde. Für die gelungene musikalische Umrahmung sorgte ein Gruppe von Bläsern unter der Leitung von Christopher Thoma.


EK vom 19.09.2006 | EK vom 20.09.2006

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