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EK VOM 26.09.2006 |
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Ein Himmel mit hervorragender Qualität Astronomen aus ganz Deutschland trafen sich zum neunten Mal am Pfünzer Osterberg
Pfünz (smo) Das Schild an der Waltinger Straße in Pfünz mit der Aufschrift „BTM" weist Richtung Osterberg. Oben angekommen findet man sich in einem Zeltlager wieder. Eigentlich auf diesem Platz nichts Ungewöhnliches, betreiben die Georgspfadfinder doch hier ein Selbstversorgerhaus. Aber: Es stehen große und kleine Rohre auf Stativen herum, die alle Richtung Himmel gerichtet sind. Auf dem Berg fand am Wochenende zum neunten Mal das „Bayerische Teleskopmeeting" statt, kurz eben „BTM". Rund 100 begeisterte Amateurastronomen aus dem gesamten Bundesgebiet waren gekommen. Organisator Uli Zehndbauer von der Sternwarte in Ingolstadt zeigte sich zufrieden: „Es waren aber schon mehr da, 2004 waren es 150." Nach Pfünz zu kommen, hat für die Hobby-Sterngucker mehrere Gründe. Klaus Spruck aus Gießen nimmt die über 400 Kilometer gerne in Kauf: „Hier hat der Himmel eine hervorragende Qualität." Die nächsten Städte liegen weit genug weg, um einen einigermaßen dunklen Himmel zu haben. Denn das ist das Wichtigste. Nur allzu störend werden Lichtquellen aller Art empfunden. Spruck betreibt das doch etwas außergewöhnliche Hobby seit fast 30 Jahren: „Es macht mir immer noch großen Spaß", sagt er. Die Kosten blieben einigermaßen überschaubar, wenn man es nur richtig anstellt. Man könne natürlich viel Geld „versenken", aber mit der richtigen Investitionstechnik passiere das nicht: „Jedes Jahr ein bisschen was anschaffen und alles bleibt im Rahmen", rät der Hesse. Mit einem computergesteuerten astronomischen Teleskop ist Thomas Hars aus Rheinstetten angereist: „Irgendwann hat's bei mir angefangen mit einem Kaufhausteleskop", berichtet er. Als er dann erstmals den Planet Saturn mit dessen Ringen gesehen hatte, war's geschehen: „Wenn das Virus einen packt, muss halt ein neues, größeres Teleskop her." Seit dem Jahr 2000 betreibt Hars die Himmelsbeobachtung. Mit seinem Gerät kann er Tag und Nacht beobachten und muss nicht einmal lange nach einem Objekt suchen. Jeder Himmelskörper ist in einer Sternenkarte verzeichnet; richtig eingestellt fährt das Teleskop automatisch zur gewünschten Position: „Da fällt das Star-Hopping weg", erklärt er. Star-Hopping sei das schrittweise Annähern zum gewünschten Objekt. Auch bei den Sternenkarten gibt es Unterschiede. Klaus Spruck weist darauf hin: „Da muss man schon unterscheiden, ob man nur an der Oberfläche kratzen will oder ob man auch die kleinsten Himmelskörper beobachten will." Etwas verärgert von der „Lichtverschmutzung", wie er sie bezeichnet, ist Martin Brückner. Der Niedersachse geht zwar erst seit drei Jahren dem Hobby nach, besitzt aber schon ein großes Teleskop -Marke Eigenbau. „Die Beamer von Discos oder das Anstrahlen von Burgen und Kirchen sind störend." Nur wenn kein Mond am Himmel sei, würde beobachtet werden, und dann behindert auch jede andere Lichtquelle die sensiblen Augen der Sternengucker. Für eine Vielzahl von Objekten brauche man einen dunklen Himmel. „Ich bin hier zwar zum ersten Mal", erzählt Brückner, aber die familiäre Atmosphäre sei toll. Auch Klaus Spruck ist begeistert: „Hier duzt man sich, das ist angenehm familiär." Beobachtet werden in Pfünz nebst Sonne und Nachbarplaneten der Erde vor allem Sternenhaufen und ferne Galaxien.
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EK vom 21.09.2006 | EK vom 27.09.2006
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