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EK VOM 20.12.2006
 

„Eine Demonstration der Nächstenliebe“
Feier für Menschen mit Behinderungen der Lebenshilfe-Werkstätten in Gungolding / Viele Spenden

Von Maria Frauenknecht
Gungolding (EK) „Eine Demonstration der Nächstenliebe" nannte Pfarrer Josef Bierschneider die vorweihnachtliche Feierstunde für die Behinderten und ihre Angehörigen am Sonntag in Gungolding.

Dazu konnte sich Initiator Karl Riedlmeier auch heuer wieder über einen bis auf den allerletzten Platz gefüllten Saal freuen. Er begrüßte die in der Werkstätte Gaimersheim und in den verschiedenen Wohnheimen betreuten Behinderten mit ihren Angehörigen und Betreuern und eine ganze Reihe von Werkmeistern und Angestellten. Unter den weiteren Gästen: Pfarrer Josef Bierschneider, Landrat Xaver Bittl, Bürgermeister Hans Mayer, der Geschäftsführer der Lebenshilfe der Region 10, Peter Koch, Wohnheim-Leiter Walter Hahn, sowie die Sammlerinnen und Sammler, die den Grundstock für diese Feier zusammengetragen hatten. Bei der Feierstunde hatten zuerst die „Gungoldinger Turnerinnen" ihre Premiere als Gesangsgruppe. Als weitere Musikgruppe spielte das Auwaldsee-Quartett. Danach trug die Enkelin von Karl Riedlmeier, Melanie Bauernfeind, mit dem Gedicht „Der Stern von Betlehem" zum Programm bei. Nach den besinnlichen Worten von Pfarrer Bierschneider bekannte Bürgermeister Hans Mayer, dass diese Feier für ihn persönlich immer der Höhepunkt der Adventszeit sei. Er dankte Riedlmeier für dessen umfassendes Engagement. Dem schloss sich Landrat Xaver Bittl an. Lebenshilfe-Geschäftsführer Peter Koch verkündete nicht ohne Stolz, dass alle Heimbewohner zur Feier gekommen seien und auch die Vereinsleitung der Lebenshilfe sehr gut vertreten sei. In den Werk- und Wohnstätten seien nunmehr 740 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Der Erweiterungsbau in der Werkstätte Neuburg habe teilweise schon bezogen werden können. Auch die Elternbeiratsvorsitzende des Vereins bedankte sich herzlich bei Karl Riedlmeier, vor allem dafür, dass er so viele Menschen auf die Beine bringe, „die handeln und nicht nur g'scheit daherreden". Als dann der Nikolaus mit seinem Engelchen Katharina in den Saal einzog, herrschte gespannte Freude. Klaus Frank, der den Heiligen auch diesmal verkörperte, beschenkte alle anwesenden Behinderten. Anschließend wurde der Nikolaus von Josef Betz noch nach Pfalzpaint zu Riedlmeiers persönlichem Freund Max Rindfleisch gefahren, der im Rollstuhl sitzt und seit vielen Jahren nicht mehr an der Feier teilnehmen kann. Gegen Ende kam dann noch ein spannender Moment, als Karl Riedlmeier die ihm übergebenen Spenden an Geschäftsführer Koch weitergab. Dies waren 150 Euro von Getränke Herzner, Gungolding; 200 Euro von Bäckerobermeister Willi Wittmann, Schelldorf; 250 Euro von der Raiffeisenbank Walting; 250 Euro von Bonnfinanz Hans Vollnhals, Walting; 500 Euro von den Juma-Natursteinwerken Gungolding; 200 Euro von der Gastwirtschaft Plenagl/Weiser, Gungolding; 200 Euro von der Gemeinde Walting; 200 Euro von der Firma ITD Dr. Jörg Welnitz, Gungolding; 400 Euro vom Palmröschengeld des Katholischen Deutschen Frauenbundes Gungolding-Schambach und 750 Euro von der Brauerei Gutmann, Titting. Für die anschließende Verlosung waren wieder sehr viele Preise gespendet worden. Ein paar besondere Stücke wurden dann noch versteigert, darunter verschiedene, von Eduard Weinzierl aus Landershofen aus Jura-Marmor gefertigte ! kleine Kunstwerke. Wie üblich schloss die Feier mit dem gemeinsamen Lied „Wahre Freundschaft", dem noch viele Dankesworte des Organisators vorausgegangen waren, vor allem an die vielen Helfer, die im Hintergrund geblieben sind. Dazu zählten die Schützendamen aus Gungolding, die Gerlinde Alberter alljährlich zum Basteln des Tisch-Schmucks, zum Herrichten der Nikolauspäckchen und zum Schmücken des Christbaums animiert. Dieser war passend zum Jubiläumsjahr „1111 Jahre Gungolding“ mit aus Holz gefertigten Glocken bestückt worden. Besonders herzlich gedankt wurde auch Claudia Schmidt, die beim Gungoldinger Jubiläum den Stand der Lebenshilfe in ihren Hof aufgenommen und während der gesamten Festtage alle Beteiligten versorgt hatte.


EK vom 19.12.2006 | EK vom 22.12.2006

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