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EK VOM 09.03.2007
 

CSU bestätigt Führung
Hans Mayer wieder bereit für Bürgermeisteramt
„Es passt nichts mehr"

Walting
(shb) Der neue Ortsvorstand ist identisch mit dem alten. Bei der Jahresversammlung der Waltinger CSU wurde Roland Schermer in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Stellvertreter bleiben Hans Hiemer und Maria Frauenknecht.
Für die Kasse zuständig ist Hans Schödl; der Schriftführer heißt Josef Wittmann. Auch bei den Beisitzern gab es keine Veränderung, es sind weiterhin Bernhard Stark, Konrad Vogl, Ludwig Leitner, Matthias Schneider und Michael Mayer. Die Prüfung der Kasse obliegt auch in der neuen Wahlperiode Thomas Hagl und Josef Auer. Als Kandidat für die Kreistagsliste wurde Hans Mayer vorgeschlagen; er ist seit 1996 Mitglied des Kreistages. Ortsvorsitzender Roland Schermer freute sich über ein leichtes Mitgliederplus im letzten Jahr: Der Ortsverband ist um ein Mitglied auf nunmehr 79 gewachsen. Immerhin herrschte Erleichterung darüber, dass es trotz politischer Turbulenzen um den Parteivorstand nicht zu Austritten gekommen war. In seinem kurzen Jahresrückblick bezeichnete Schermer den Jazz-Frühschoppen in Rapperszell als ganz neue Form der Öffentlichkeitsarbeit. Bei der 1111-Jahr-Feier der Gungoldinger hätte der CSU-Ortsverband Präsenz gezeigt und sei für die Polit-Prominenz Ansprechpartner gewesen. Als Meilenstein wertete Schermer die Gründung eines JU-Ortsverbandes am 13. Februar, zu der zwei Anläufe nötig waren. Doch die JU bilde das jugendliche Rückgrat der Partei und sei ein wesentlicher Schritt zur Zukunftssicherung. Im Bericht zur Lage der Gemeinde warf Bürgermeister Hans Mayer einen Blick die letzten 25 Jahre zurück. Große finanzielle Belastungen seien gestemmt worden: Der Bau der Schule, zwei Kindergärten in der Gemeinde, fünf Dorferneuerungen wurden durchgezogen, Feuerwehrhäuser geschaffen. Man habe die richtigen Zeitpunkte für die Investitionen gewählt und die Fördermittel bestmöglich ausgeschöpft. In Folge stehe man Ende 2007 als Gemeinde schuldenfrei dar und sei damit fit für die Zukunft. Er erwähnte die kommunale Zusammenarbeit der Limesgemeinden, die beginne, konkrete Formen anzunehmen. Generell würden die einzelnen Gemeinden durch die ländlichen Verbünde mehr Einfluss gewinnen. Als Gründe, dass die Gemeinde so gut dastehe, nannte Mayer das rege Eigenleben ihrer Bürger, Vereine und Verbände, nicht zuletzt durch engagierte CSU-Bürgermeister und CSU-Mitglieder. Aufgrund dieser Entwicklungen meldete Hans Mayer seine Bereitschaft an, für die folgende Wahlperiode wieder als Bürgermeister antreten zu wollen. Ortsvorsitzender Schermer sprach über die geplanten Veranstaltungen. Unter anderem ist am 14. September ein Bayerischer Abend geplant; der Ausflug Ende September soll Richtung Schwarzwald und Bodensee führen, und Mitte des Jahres ist der Bürgermeisterkandidat für die Kommunalwahlen zu nominieren.

„Es passt nichts mehr"
Walting (shb) Mit dem Rat, junge Menschen seien gut beraten, für die Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung privat vorzusorgen, stieg Bezirksrat Emmeram Batz in sein Referat bei der CSU-Jahresversammlung in Walting ein. Das allseits bekannte Dilemma bestehe darin, dass auf der einen Seite die Beitragszahler wegbrechen und auf der anderen Seite durch den demografischen Wandel die Leistungsempfänger mehr und immer älter werden und zudem im Alter noch sehr aktiv wären. Am meisten betroffen seien die heute 35- bis 50-Jährigen; sie müssten volle Beiträge zahlen, könnten aber im Alter daraus nur mehr mit einer Grundabsicherung rechnen. Batz sieht das System der sozialen Sicherungen in naher Zukunft vollständig zusammenbrechen. Von den Einschnitten bei der Rentenversicherung seien alle betroffen.
Leistungseinbußen entstehen durch die Anhebung des Rentenalters, Absenkung des Rentenniveaus, den Wegfall der Berufs- oder Arbeitsunfähigkeitsversicherung und der Vorruhestandregelungen. Um der großen Teilen der Bevölkerung drohenden Altersarmut zu entfliehen, empfahl Batz private Zusatzversicherungen. Analog das Bild bei der Pflegeversicherung: „Es passt überhaupt nichts mehr, weder kurz- noch langfristig", ist Emmeram Batz überzeugt. Der Reform der Krankenversicherung gibt er eine Lebensdauer bis zur nächsten Bundestagswahl. Es wäre wohl alles ausgeklammert worden, was die Koalition in Berlin sprengen könnte, wesentliche Ziele seien damit nicht erreicht worden.


EK vom 09.03.2007 | EK vom 14.03.2007

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