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EK VOM 09.03.2007
 

Für Jäger beginnt bleifreie Zeit
Hegegemeinschaft tagte / „Verbissschäden zurückgegangen"

Walting
(shb) Der Anzahl der Rehkronen nach zu urteilen, sei gut gejagt worden im Bereich der Hegegemeinschaft Gungolding, stellte Vorsitzender Elmar Hertel bei der Jahresversammlung fest. Es habe auch keine groben Fehlabschüsse gegeben. Hertel wertete das als Ausdruck dafür, dass der Wildbestand gesund und keinesfalls überhöht sei. Elmar Hertel hatte zuvor die Versammlung der Hegegemeinschaft, die immer auch mit einer Hegeschau verbunden ist, eröffnet. Er informierte zunächst über allgemeine Themen; unter anderem wies er auf die zunehmende Ausbreitung des Fuchsbandwurms hin, der für Mensch und Tier eine Gefahr darstelle. Ab dem l. April beginne auch für die Jäger die „bleifreie Zeit": Es darf nur noch mit bleifreiem Schrot geschossen werden. In einigen Revieren der Hegegemeinschaft habe es Ärger über die herbstlichen und winterlichen Drückjagden des Staats gegeben: Dabei seien Reviergrenzen nicht beachtet worden, und Hunde hätten im Fremdrevier gejagt. In diesem Zusammenhang wies Hertel darauf hin, dass Fleisch von solchermaßen gejagtem Wild durch Stresshormone meist von schlechter Qualität und nicht haltbar sei und auch von Händlern nur sehr ungern angenommen würde. Das Auswildern von einheimischem Wild, sprich Rebhuhn und Fasan, mache aus seiner Sicht nur Sinn, wenn deren natürliche Feinde wie Fuchs, Marder und Habicht entsprechend stärker reguliert würden, fuhr Hertel fort. Nicht zu vergessen die Reviernachbarn, die natürlich auch mitspielen müssten. Ein wichtiges Thema waren die Abschussplanungen für die folgenden drei Jahre. In den Jahren 2004 bis 2006 wurden im Bereich der Hegerings Gungolding 539 Rehe geschossen. Neben der körperlichen Verfassung des Wildes spiele für die Planung vor allem auch der Zustand des Waldes eine entscheidende Rolle. Dem Vegetationsgutachten von Forstoberrat Alois Hecker nach müssen für den Bereich der Hegegemeinschaft die Abschusszahlen nicht erhöht werden. Die Fichte habe einen Anteil am Baumbestand von 60 Prozent, davon würden 2,8 Prozent Verbissschäden tragen. Die Buche mit 30 Prozent Waldanteil sei mit 10,2 Prozent bissgeschädigt. Alles in allem seien „die Verbissschäden in den letzten Jahren stetig zurückgegangen" , so Hertel. Aus diesen Gutachten leiten sich die Abschussempfehlungen des Landratsamtes für die einzelnen Revierinhaber ab, die damit verbindliche Planzahlen an die Hand bekamen. Es müsse „Wald und Wild" gelten, verdeutlichte Hegeringleiter Elmar Hertel zum Schluss nochmals seine Position und die der Jäger gegenüber dem Forstamt, das seinen Schwerpunkt auf den Wald und dessen wirtschaftliche Nutzung lege.


EK vom 06.03.2007 | EK vom 09.03.2007

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