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EK VOM 04.04.2007 |
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Passionssingen ging unter die Haut Großartige Leistung in Schambach / Kreuzesmonstranz im Zentrum Von Maria Frauenknecht
Schambach (EK) Die Leidensgeschichte nach dem Evangelisten Johannes als Abschluss der Schambacher Fastenfreitage und innerhalb des Passionssingens vorzutragen, erschien den Beteiligten zuerst etwas gewagt, erwies sich jedoch als wirklich gute Idee. Der Beginn der Karwoche konnte dadurch ganz deutlich ins Bewusstsein gerückt werden. Die Leiterin des Kirchenchores Gungolding /Schambach, Andrea Lindner aus Arnsberg, war Initiatorin und Organisatorin des Konzertes, das mit seinen dichten biblischen Texten ganz schön unter die Haut gehen konnte, wenn man sich darauf einließ. Schon beim Hineingehen in die Pfarr- und Wallfahrtskirche zum Heiligen Kreuz in Schambach fiel der Blick auf die von Mesnerin Walburga Wagner eindrucksvoll drapierte „Mitte". Ein roh gezimmertes Kreuz, die Dornenkrone, schwere Felsbrocken, Stricke und Würfel markierten den Weg hin zur Kreuzesmonstranz mit dem Kreuzpartikel und stellte diese ins Zentrum des Geschehens. Pfarrer Josef Bierschneider hatte bereits vor dem eigentlichen Beginn darauf hingewiesen, dass nicht nur dessen Vorderseite des Betrachtens und Meditierens würdig sei, zeige doch gerade die Rückseite eine besonders wertvolle, wenn auch relativ kleine romanische Figur des „Königs auf dem Kreuzesthron". Viele Zuhörer nahmen dieses Angebot nachher auch noch gerne an. „Ich bin die Auferstehung und das Leben" stand am Beginn des Passionssingens, a cappella vorgetragen vom Kirchenchor, bevor Andreas AIberter als Evangelist die „Leidensgeschichte nach Johannes" eröffnete. Dass zwischen ihm als Denkendorfer und dem Gungoldinger Chor bereits seit einiger Zeit eine gute kirchenmusikalische Zusammenarbeit besteht, erwies sich hier als absoluter Glücksfall. Andreas Alberter, trotz seiner jugendlichen 21 Jahre bereits Chorleiter und vielbeschäftigter Organist, glänzte als Solosänger sowohl durch seine angenehme Stimme und sichere Intonation, wie auch durch genaue Artikulation, die ja gerade in dieser „Erzählerrolle" von enormer Wichtigkeit war. Gertrud Sendtner stand ihm da zwar in Nichts nach, hatte aber als Sängerin der Einzelpersonen einen wesentlich kleineren Part. Die Jesusworte sprach Ortspfarrer Josef Bierschneider, und in die von Christoph Hämmerl sehr schön vertonten Sätze des „Volkes" legten die Chorsänger ihre ganze Ausdruckskraft. Andrea Lindner hatte die Hämmerl-Fassung der Johannes-Passion ausgewählt, wie sie eigentlich für die Karfreitagsliturgie vorgesehen ist, und für dieses Konzert ausgeschmückt mit sechs Chorälen aus der entsprechenden Leidensgeschichte von Johann Sebastian Bach. Mit diesen geistlichen Gesängen forderte sie ihre Chormitglieder sicher bis an deren Grenzen, führte sie dadurch allerdings auch zu einer großartiger Leistung. Begleitet wurden die Chorsätze von einer kleinen aber feinen Instrumentalgruppe mit Elisabeth Lindner und Johanna Steigerwald, Geige, Lilli Braun, Bratsche, und Johanna Braun, Querflöte. Sie mussten sich wegen einer kurzfristigen Absage ganz schnell zu einem „Quartett" zusammenfinden, was sie aber allesamt problemlos meisterten. Mit dem immer wieder gern gehörten Bach-Satz „Jesus bleibet meine Freude" wurden die Zuhörer in die Karwoche entlassen.
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April 2007 | EK vom 05.04.2007
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