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EK VOM 07.12.2007
 

Die Art des richtigen Umgangs

Zum Leserbrief „Teilnahme war aus Zeitgründen unmöglich" und zum Bericht „Schinderei an der Druckerpresse" (EK vom 5. Dezember 2007); Es erstaunt und erheitert gelegentlich, wie man sich hierzulande auf dem Umweg über die Öffentlichkeit einer Lokalzeitung erbost Informationen zukommen lässt, anstatt sich mit den einfachsten Mitteln der Kommunikation friedfertig persönlich zu verständigen. Ein Bürgermeister muss ja gar nicht alle Präsenzpflichten selbst bewältigen, er darf und muss delegieren, hat er doch von Amtswegen Sorge zu tragen, dass die Stadt repräsentiert ist, wo nötig. So strafen sich die Stadt und die anderen auf dem Podium vertretenen Institutionen höchstens selbst Lügen, wenn so kurz nach der ausführlichen Diskussion im Stadttheater das wahre Desinteresse an der aktuellen bildenden Kunst zutage tritt. Übrigens - die kleine höfliche Geste der telefonischen Absage im Vorfeld durch das Sekretariat - eine Möglichkeit der persönlichen Aufmerksamkeit und Verständigung ohne besonderen Aufwand. In dem Artikel „Schinderei an der Druckerpresse" erstaunt mich weiter, wie jemand sich gestattet, öffentlich und ohne Rücksprache ganz unverfroren einen Mitmenschen der Lüge zu bezichtigen: Es handelt sich um die Glaubwürdigkeit der Aussage meines Mannes, der in der Befragung mit Studenten erwähnte, dass es bei ihm vor der Zeichnung auf den Stein keine Vorskizzen gäbe. Wie traurig, wenn die ganze Spontanität der Zeichnung in der Entwurfszeichnung verschwände - und wozu auch, wenn der Künstler eine sichere Hand und einen konzentrierten Kopf mit einer festen Vorstellung darin hat. Nein, bei Ernst Arnold Bauer ist es, wie es bei einem wahrhaftigen Künstler sein sollte, und der österreichische Volksmund hat wieder einmal recht: „Wie der Schelm denkt, so ist er".
M. Theres Bauer Walting


EK vom 20.12.2007 | EK vom 04.12.2007

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