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EK VOM 13.12.2007 |
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57 Jahre Missionsarbeit Bruder Ubald in Chile gestorben / Requiem am Samstag
Inching/Eichstätt (EK) Im Alter von fast 96 Jahren ist der Kapuzinermissionar Bruder Ubald Strobel in der chilenischen Stadt Pucön gestorben. Bruder Ubald stammte aus Inching. Er wurde am 13. Januar 1912 als Johann Strobel und zweites von zwölf Kindern geboren. Nach der Volksschule erlernte er den Beruf des Schreiners und arbeitete als Geselle zehn Jahre in Workerszell und bei Kufstein. 1938 trat Johann in den Kapuzinerorden ein und legte als Bruder Ubald am 24. Dezember 1939 seine Profess ab. Schon bald darauf erfolgte die Einberufung zum Militärdienst. 1946 kehrte er aus französischer Gefangenschaft in den Kapuzinerkonvent in Laufen zurück. 1950 wurde Bruder Ubald von seinem Orden in die Araukanie entsandt, ein Gebiet im Süden Chiles, das seit 1895 von den bayerischen Kapuzinern missioniert wird. Im Konvent in Valdivia arbeitete er zuerst sieben Jahre als Mesner und Schreiner. Er baute in der dortigen Kapuzinerkirche eine Lourdes-Grotte, die heute noch von vielen Gläubigen besucht wird. Zur Aushilfe wurde Bruder Ubald 1957 in die kleine Stadt Panguipulli, 800 Kilometer südlich von Santiago, geschickt; aus den geplanten drei Wochen wurde jedoch ein Aufenthalt von 44 Jahren. In diesen Jahrzehnten baute Ubald in der großen Pfarrei Panguipulli (flächenmäßig entspricht sie etwa der Diözese Eichstätt) 15 Kapellen und einige kleine Landschulen. Auch die Herstellung und die Reparatur von Möbeln für die Schulen und die zur Missionsstation gehörenden Internate zählten bis ins hohe Alter zu seinen Aufgaben. Das Anfertigen von kleinen Holzkreuzen, die er an Gläubige verschenkte, war bis zuletzt seine Spezialität. Zu Ubalds seelsorgerischer Arbeit in dieser Zeit gehörte der Aufbau und die Betreuung christlicher Basisgemeinden und die Fürsorge für Arme und Kranke. Ihnen gab er Zuspruch und Trost und jeden Sonntag war er unterwegs, um die Krankenkommunion zu spenden. Lange Zeit war Ubald auch als Wünschelrutengänger sehr gefragt. Er spürte Wasseradern für die Leute auf, die auf dem Campo zur Versorgung von Mensch und Tier Brunnen schlagen wollten. Im weiten Umkreis von Panguipulli war er für seine Hilfsbereitschaft und Frömmigkeit, aber auch für seinen Humor und seine Schlagfertigkeit bekannt und geschätzt. So erlebten ihn die Freunde und Verwandten bei seinen Besuchen in der bayerischen Heimat - zuletzt im Jahr 2000 - und erinnern sich liebevoll an ihn. Seine letzten Lebensjahre verbrachte Ubald in Pucön zusammen mit den anderen bayerischen Kapuzinern, die noch in Chile leben. Diese, darunter der aus Böhmfeld stammende Pater Juan (Gerhard) Bauer, haben sich fürsorglich um ihren hoch betagten Mitbruder gekümmert. Am 21. November ist Bruder Ubald in Pucön gestorben, wo er auch beerdigt wurde. Wer die Chile-Mission der bayerischen Kapuziner unterstützen möchte, kann auf das Spendenkonto von Pater Juan Bauer, Konto 4133 56, BLZ 721 698 12 bei der Raiffeisenbank Gaimersheim überweisen. Weitere Informationen über die Kapuziner-Mission in Chile sind im Internet unter www.kapuziner-bayern.de zu finden. Das Requiem für Bruder Ubald Strobel wird am kommenden Samstag, 15. Dezember, um 13.30 Uhr in der Eichstätter Kapuzinerkirche gefeiert.
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EK vom 13.12.2007
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