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EK VOM 19.12.2007 |
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Die Römervilla wird zugeschüttet Grundstücksverhandlungen geplatzt: Grabung in Walting wird heute beendet
Von Eva Chloupek Walting (EK) Der Traum ist geplatzt. Für heute Nachmittag ist der Bagger bestellt, und dann wird nichts mehr zu sehen sein von der archäologischen Grabung in Walting. Die Römervilla wird wieder unter Ackerboden begraben sein. Die Ausgrabung der Villa rustica sollte, wie bereits mehrfach berichtet, ein einmaliges und besonders attraktives Langzeit-Projekt der neuen Limes-Akademie des Naturpark Altmühltal sein. Der Standort war ideal: zwischen Walting und Brunnmühle direkt am Radweg hätte die archäologische Grabung Wissenschaft und Tourismus verbinden sollen. Nun ist aus der geplanten Forschungsgrabung jedoch eine zügige Rettungsgrabung geworden, denn zum Jahresende muss die Fläche laut Pachtvertrag wieder als Acker zur Verfügung stehen. „Der Landkreis ist sich mit dem Grundstückseigner nicht einig geworden - leider", sagt Christoph Würflein, der Geschäftsführer des Naturpark Altmühltal. Denn der Landkreis könne mit öffentlichen Geldern nicht über den Marktpreis handelseinig werden. Das Mitmachen an den Grabungen in Walting wäre für die Teilnehmer der Limes-Akademie schon ein besonderes „Zuckerl" gewesen, so Würflein. Doch die Limes-Akademie werde auf jeden Fall weitergerührt. Zum einen werde dort ja einiges mehr geboten - zum Start heuer hatte es auch römisches Kochen in der Römervilla in Möckenlohe gegeben. Zum anderen will Würflein versuchen, ein anderes archäologisches Projekt zu finden: „Wir sind da im Gespräch mit dem Landesamt für Denkmalpflege". Würflein bedauert das Ende der Waltinger Grabungen auch wegen dem geplanten und finanziell geförderten „Leader-Projekt" der Limesgemeinden (wir berichteten): „Da steht noch in den Sternen, wie es weitergeht." Grabungsleiter Michael Jandejsek sorgte gestern noch zusammen mit Technikern des Landesamtes für Denkmalpflege dafür, den bis jetzt vorgefundenen Bestand zu dokumentieren. Dann wird die Grabung zunächst mit feinem Sand zugedeckt - so können Forscher späterer Zeiten dann feststellen, wie weit Jandejsek im Jahre 2007 gegraben hat und was noch unentdeckt ist. Eigentlich hatte Jandejsek gehofft, die Grabung an dem römischen Gutshof in den nächsten Jahren selbst weiterführen zu können. Die jetzt gescheiterten Grundstücksverhandlungen muss er kommentarlos -doch sichtlich enttäuscht -hinnehmen. Auch im Landesamt für Denkmalpflege gibt man sich bedeckt: „Die Maßnahme wird denkmalgerecht abgeschlossen", war die einzige Stellungnahme, die der Ingolstädter Dienststellenleiter Erich Claßen dazu abgab. Tatsächlich werden die jetzt noch vorhandenen Mauerreste der römischen Villa im Boden kaum mehr Schaden erleiden als vor ihrer Entdeckung - wenn sie denn unter der Pflugtiefe des Ackers bleiben.
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EK vom 20.12.2007 | EK vom 13.12.2007
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