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EK vom 18.10.2005

„Halts weiter zamm": Ganz Gungolding feierte
Segnung des Turmhauses: „Ein schönes Bauwerk"

Gungolding
(mf) Ein großes Fest für ganz Gungolding und für viele Gäste war die Segnung des Gungoldinger Turmhauses am Kirchweihfest. Ein strahlend blauer Himmel und die noch recht kräftige Oktobersonne bildeten den optimalen Rahmen. Ortspfarrer Josef Bierschneider erinnerte daran, dass es trotz der ursprünglichen Bemühungen nicht möglich gewesen sei, das alte Turmhaus zu erhalten, und jetzt sei doch ein so schönes Bauwerk entstanden. Der Pfarrer rief die Gläubigen dazu auf, das Grundsätzliche in Glaube und Kirche zu bewahren, so wie auch die Trachtler ihr Ziel fest im Auge hatten, doch sich auf Neuerungen in der Kirche immer wieder einzulassen, auch wenn das grad den Älteren oft schwer fällt. Zudem ging er auf das für das Turmhaus notwendig gewordene enorme Fundament ein. Genauso brauche der Glaube ein tragfähiges Fundament und eine tiefe Verwurzelung, ähnlich den beiden Fichten, die das Symbol des Gungoldinger Trachtenvereins darstellen. Nach dem Gottesdienst segnete Pfarrer Bierschneider das Turmhaus, danach sprach Architekt Thomas Sendtner. Die Gungoldinger Trachtler hätten es sich durch ihren Fleiß und ihren Zusammenhalt wirklich verdient, an diesem wunderschönen Tag das nun fertig gestellte Haus „in Besitz zu nehmen". Lobend erwähnte er noch die gute Zusammenarbeit mit Vorsitzendem Josef Betz und mit Kreisbaumeister Christian Süppel. Vorsitzender Josef Betz begrüßte die überaus zahlreichen Gäste und Ehrengäste, darunter auch die Vorbesitzer des Turmhauses, die Familie Josef Rauh. Er ließ die zurückliegende Zeit seit dem Erwerb des Turmhauses noch einmal Revue passieren und legte dar, dass die ursprüngliche Absicht wirklich das Renovieren und Sanieren des Hauses gewesen sei. Nachdem im Juli 2004 mit dem Neubau begonnen wurde, konnte schon am l. Oktober Hebauf gefeiert und eine Woche später der restaurierte Turm auf das Haus gehoben werden. Er hob noch einmal den hervorragenden Zusammenhalt im Verein und vor allem auch im Dorf hervor. Das Haus habe die gleiche Grundfläche wie früher, nur die Höhe musste etwas verändert werden, weil die ursprüngliche obere Raumhöhe von 190 Zentimetern keine öffentliche Nutzung zugelassen hätte. In seine Dankesworte bezog er nicht weniger als 43 Firmen, Gruppen und Personen mit ein. Stellvertretende Landrätin Rita Böhm beglückwünschte die Gungoldinger und verband damit den Wunsch, dass es den Trachtlern auch weiterhin gelingen möge, sowohl Altes zu bewahren wie auch Neues zu schaffen. MdL Thomas Obermeier überbrachte die Grüße von Kultusminister Siegfried Schneider und meinte, dass er der Leistung der Gungoldinger Trachtler großen Respekt zolle, sei das Haus doch hart erkämpft und „keine einfache Geburt" gewesen. Er wisse, dass auch einige seiner Kollegen übers Ziel hinausgeschossen seien, so wie MdL Martin Neumeyer aus Abensberg, der dann auch prompt noch zu Besuch kam und damit sein Versprechen einlöste, die nachbarlichen Beziehungen wieder auf eine gute Ebene zu stellen. Sichtlich stolz auf seine Gungoldinger gratulierte Bürgermeister Hans Mayer dem Heimat- und Trachtenverein zu dem „großartigen Gemeinschaftswerk". „Halts weiterhin zsamm!" riet auch Gauvorsitzender Rudi Dietz den Gungoldingern. Geschenke und Gratulationen überbrachten dann die Vorsitzenden der befreundeten Trachtenvereine sowie Edi Lindner für den Heimatverein Erlingshofen. Auch die Gungoldinger Ortsvereine hatten sich Gedanken gemacht, was sie für das neue Haus verschönernd beitragen konnten. Den gesamten Nachmittag war ein emsiges Kommen und Gehen im und durch das Turmhaus. Viel bewundert wurden dabei sowohl das Modell des „alten Turmhauses", das Harald und Gerda Eckart erstellt hatten, wie auch das Ölbild von Kunstmaler und Heimatforscher Konrad Müller, das eine Ansicht des Hauses aus dem Jahr 1920 wider gibt. Die gelöste und heitere Stimmung des gesamten Tages unterstrichen dann die Jugendgruppe, die Plattler und die Volkstänzer, die an der Einfahrt zur Stangengasse immer wieder Proben ihres Könnens gaben und zu den Klängen von Otto Lang, Harald Eckart und Gertrud Sendtner ihre Tänze zeigten.

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