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EK vom 08.03.2003

Polizistenmord am Mühlsteig

Pfalzpaint (je) Ein paar Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde ein Pfalzpainter Polizist erschossen. Kommissar Peter Baur hatte am Samstag, 24. März 1945, keinen Dienst. Er saß in der Gaststätte Hiemer beim Schafkopfspielen. Etwa gegen 16 Uhr rief ein Rieshofener bei der Pfalzpainter Gendarmerie an und meldete, dass ein verdächtig aussehender Mann an der Altmühl entlang in Richtung Pfalzpaint unterwegs sei. Diesen Anruf nahm die Frau des Kommissars entgegen; sie verständigte sofort ihren Mann. Der Postenchef, mit einer Pistole bewaffnet, ging zur Altmühl und fand den Mann gleich hinter dem so genannten Mühlsteig, einem Bachübergang zwischen Pfalzpaint und Rieshofen. Wie es in der Polizeichronik heißt, ließ der Unbekannte den Polizisten auf sich zugehen. Plötzlich zog er eine Pistole, gab Schüsse auf Peter Baur ab und flüchtete. Der Hilfspolizist Baptist Hofmeier und ein Gendarmeriehauptmeister, der sich auf Genesungsurlaub in Pfalzpaint befand, waren Baur nachgegangen und leisteten Erste Hilfe. Er wurde in das Eichstätter Krankenhaus gebracht, wo er einen Tag später starb. An der Suche nach dem Mörder beteiligte sich die Bevölkerung recht rege; er wurde aber nicht gefunden. Die ermittelnden Beamten vermuteten, dass es sich um einen Deserteur oder um einen entwichenen ungarischen SS-Freiwilligen handelte. Der getötete Beamte wurde im Eichstätter Friedhof begraben.

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