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Pfünzer Römer mit Legionären und Lagerleben bei Festen in Bad Gögging und Unterschwaningen
Pfünz (och) Auch wenn das eigene Castellfest des Pfünzer Heimatvereins „Vetoniana" schon seit mehreren Jahren nicht mehr stattfindet, so ist die Römergruppe des Heimatvereins als Anziehungspunkt bei Römerfesten nach wie vor gefragt. Innerhalb von zwei Wochen rückte die gesamte Gruppe zuerst nach Unterschwaningen aus, dann stand ein Termin in Bad Gögging an. In Unterschwaningen standen die Pfünzer Römer absolut im Mittelpunkt. Die Veranstaltung rund um die Römer wurde von der Gemeinde zum ersten Mal ausgetragen, und die Pfünzer Gruppe war als einzige Römergruppe eingeladen. Um so interessierter zeigten sich die Besucher, und das selbst gebackene Römerbrot fand zahlreiche Abnehmer. Da die Gruppe mit der kompletten Ausrüstung angereist war, konnten mit den Großwaffen wie dem Onager und dem Scorpio verschiedene Schießvorführungen demonstriert werden. In Bad Gögging ist die Römergruppe bereits gut bekannt, schon fast Tradition ist die Teilnahme an diesem Römerfest. Im Gegensatz zu Unterschwaningen hatten die Veranstalter zahlreiche Gruppen plaziert, die für die richtige Atmosphäre sorgten. Auch nach Bad Gögging hatten die Pfünzer alle Lagerutensilien, Rüstungen und Großwaffen mitgebracht und konnten den Besuchern ein fast originales Lagerleben präsentieren. Die Vorführungen des Zimmerers waren ebenso dicht belagert wie der Tisch des Schuhmachers. Viele Gäste sahen zum ersten Mal, wie mit dem Handbeil aus Baumstämmen schnurgerade Balken geschlagen werden oder wie die typischen Römerschuhe angepasst und geschnitten werden. Die Herstellung der Kettenhemden und der Schuppenpanzer fand ebenso viele Interessierte wie die vom Drechsler gefertigten Gegenstände. Bei beiden Veranstaltungen; zeigte die Römergruppe, dass die Mitglieder nach wie vor mit viel Einsatz und Elan dabei sind. Trotzdem ist eine Neuauflage des Pfünzer Castellfestes, auf das die Verantwortlichen immer wieder angesprochen werden, im Moment eher ein Wunschgedanke da ohne eine Risikobeteiligung von Außen der Heimatverein als alleiniger Träger nicht auftreten kann. Vielleicht nähren anstehende Gespräche im Tourismusbereich die Hoffnung auf eine Wiederbelebung des Castellfestes.
Gehe zu: EK vom 30.07.2003