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EK vom 09.09.2003

Rieshofener Kirchenorgel wird von Grund auf saniert
Fachleute arbeiten 14 Tage / Historisches Instrument mit 459 Pfeifen

Rieshofen (rx) Eine Baustelle wird in wenigen Tagen wieder die Filialkirche Sankt Erhard in Rieshofen werden. Nachdem das Gotteshaus in den Jahren 1993 und 1994 außen und in den Jahren 1998 und 1999 innen komplett renoviert wurde, steht nun, sozusagen als „krönender Abschluss", eine grundlegende Sanierung der historischen Orgel an. Das Instrument wurde von der Orgelbaufirma Josef Bittner aus Eichstätt im Jahr 1930 als deren 139. Werk erbaut. 5ie ist eine pneumatische Kegelladenorgel mit 459 Pfeifen, die auf acht Register verteilt sind. Das Gehäuse, das schon bei der Innenrenovierung auf Hochglanz gebracht wurde, ist im klassizistischen Stil (etwa 1830) gestaltet und wurde von der Vorgängerorgel übernommen. Die Orgel zählt zu den besterhaltesten und schönsten Bittner-Orgeln im weiteren Umkreis. Die Pneumatik mit den vielen Ledermembranen und mehrere andere Teile an der Orgel sind nach über 70 Jahren verbraucht und müssen deshalb erneuert beziehungsweise überholt werden. Mit den Arbeiten ist die renommierte Orgelbaufirma Thomas Jann aus Allkofen bei Straubing beauftragt. Die Firma Jann hat im Auftrag des Orgelsachverständigen der Diözese Eichstätt, Domorganist Martin Bernreuther, im Vorfeld ein Sanierungsgutachten erstellt. Darin heißt es: „Die Orgel ist sauber und solide gebaut, füllt den Kirchenraum klanglich aus und hat durchaus interessante, charaktervolle Register." Um auch für die Zukunft eine gute Spiel- und Klangqualität zu gewährleisten, wird eine Generalsanierung dieses historischen Instrumentes dringend empfohlen. Die Kirchenverwaltung Rieshofen hat sich daraufhin für die Restaurierung ausgesprochen. Im Rahmen der Arbeiten, an denen mehrere Mitarbeiter der Firma Jann 14 Tage lang beschäftigt sein werden, wird die Orgel komplett auseinander- und wieder zusammengebaut. Dabei wird zunächst das gesamte Pfeifenwerk abgetragen. Alle Pfeifen werden gewaschen, große Pfeifen sowie die Holzpfeifen mit Staubsauger, Flaschenbürsten und feuchten Lappen gereinigt. Es werden des Weiteren alle Metallpfeifen überprüft sowie die Stimmvorrichtungen und die Pfeifenmündungen gerichtet. Als nächster Arbeitsschritt wird die Windversorgung der Orgel von Grund auf überarbeitet. Hierzu werden alle Stöcke abmontiert, die Kegel auf Dichtheit überprüft und neu einreguliert. Alle 459 Kegel- und Relaismembranen werden erneuert. Auch der Spieltisch, das ist der Platz, von dem aus der Organist die Orgel bedient, wird überholt. Hierzu wird die Manualklaviatur ausgebaut, und die Federn werden neu eingestellt. Alle Pedalmembranen werden erneuert. Das Pedal erhält neue Dämpfungsfilze, und der Spieltischaufbau wird aufpoliert. Schließlich werden nach dem Einsetzen der Pfeifen diese gründlich neu intoniert und auf Grund der vorhandenen Tonhöhe gestimmt. Die Renovierungskosten in Höhe von etwa 10 000 Euro können nur zu einem Teil aus den Rücklagen der Kirchenstiftung finanziert werden. Nachdem von öffentlichen Stellen keine Zuschüsse erwartet werden können, hoffen der neue Seelsorger der Pfarrei Walting, Kaplan Francesco Benini, und die Rieshofener Kirchen Verwaltung auf Spenden auf das Konto Nummer 3 311180 bei der Raiffeisenbank Eichstätt (BLZ 72160818). Spendenquittungen werden ab einem Betrag von zehn Euro ausgestellt.

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