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EK vom 02.10.2003

Leben für die Familie und die Kirche
Benedikt „Bene" Bittlmayer hat seine Erinnerungen zusammengestellt

Pfünz/Hemau (msb) Sein sehr stark vom katholischen Glauben und dem Leben in der katholischen Kirche geprägtes Leben hat der Pfünzer Benedikt Bittlmayer zu Papier gebracht. „bene - Lebenserinnerungen" heißt sein 440 Seiten starkes Werk, das er vor kurzem in einer Auflage von 700 Exemplaren im Eigenverlag mit Unterstützung des Heimatverlages der Tangrintler Nachrichten veröffentlicht hat. Gedruckt wurde das Buch im erst seit einigen Monaten bestehenden Tangrintler Medienhaus in Hemau, es war übrigens das erste Buch, das die Druckmaschinen dieser Firma durchlief. Es sind unzählige kleine Kapitel, in denen der im März 1925 als achtes von elf Kindern in Enkering geborene Benedikt Bittlmayer sein Leben und besondere Anekdoten beschreibt. So macht das Inhaltsverzeichnis schon acht Seiten aus, und beim Querlesen fallen vor allem kirchliche und religiöse Schlagworte und Inhalte auf. Das ist auch nicht verwunderlich, denn im Februar 1947 gründete Bittlmayer in seinem Heimatort mehrere katholische Jugendgruppen und entfaltete weitere Aktivitäten im Dekanat sowie in der Diözese Eichstätt. Bereits die Kindheit und Jugend waren neben der Schule vom Ministrantendienst geprägt, „Hurra, ich darf Ministrant sein", heißt das einschlägige Kapitel im Buch. Mit 18 Jahren hieß es jedoch „Einrücken": Der Zweite Weltkrieg hatte sich zum „totalen Krieg" entwickelt, Benedikt Bittlmayer ging zur Luftwaffe und geriet im Mai 1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er Ende Juli 1945 entlassen wurde. Die kirchliche Arbeit war auch die berufliche Tätigkeit von Benedikt Bittlmayer: Vom l. Mai 1949 bis 31. Oktober 1950 war er am Bischöflichen Jugendamt Eichstätt tätig, ab l. November 1950 bis zum Jahre 1955 Heimleiter des Diözesanjugendhauses Schloss Sandsee bei Pleinfeld, danach in gleicher Funktion bis 30. April 1987 in Pfünz. Daneben war er ehrenamtlich in der Katholischen Landjugend, in der Katholischen Landvolkbewegung sowie in der Katholischen Arbeitnehmerbewegung der Diözese Eichstätt engagiert und leitete Studien- und Pilgerreisen ins Heilige Land oder zum Patron des Landvolks, Bruder Klaus nach Sachsein. Schließlich leitete er - ebenfalls ehrenamtlich - 29 Arbeitseinsätze im Altenheim für arabische Frauen in Beit Emmaus und in der katholischen Schule in Nazareth. Neben dem kirchlichen Engagement widmete er sich über 20 Jahre der Kommunalpolitik in den Gemeinderäten von Pfünz und Walting. Vor dem Hintergrund dieses vielfältigen Engagements ist Benedikt Bittlmayers Buch weit mehr als eine Lebenserinnerung oder Autobiografie. Es ist ein wertvolles Zeitzeugnis kirchlicher Jugendarbeit und Erwachsenenbildung, von Verbands- und Pastoralarbeit in unterschiedlichen regionalen Bezügen über eine Zeitspanne von mehr als einem halben Jahrhundert. Seine Lebenserinnerungen hat Benedikt Bittlmayer nicht nur in überschaubaren und gut lesbaren Kapiteln gegliedert. Sie sind auch reichlich garniert mit Bildern, die sowohl Ereignisse aus seinem Privatleben wie auch Veranstaltungen und Begebenheiten aus seinem beruflichen und ehrenamtlichen Alltag zeigen - auch weit über seine Jahre des Berufslebens hinaus. Sein Buch hat Benedikt Bittlmayer zwar in erster Linie seiner Gattin Anna sowie seinen fünf Töchtern und drei Söhnen sowie deren Familien gewidmet. Von Interesse dürfte es aber für einen weit größeren Kreis sein. In einer Zeit, wo die Dokumentation von Geschichte aus dem Munde von Zeitzeugen immer schwieriger wird, gewinnt ein solch umfassendes Werk umso mehr an Bedeutung. Es ist also ein ganz besonderes Verdienst von Benedikt Bittlmayer, mit seinem Buch nicht nur sein Leben, sondern auch ein Stück Zeitgeschichte lebendig erhalten zu haben. Zu erhalten ist das Buch beim Autor: Benedikt Bittlmayer, Bergweg l, 85137 Pfünz, Telefon (0 84 26) 4 57.

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