Sie sind hier: November 2003
Weiter zu: Presse 2003
Allgemein:
Impressum
Gungoldinger Gartler sind fit für den Winter
Gungolding (mf) Einen sehr lehrreichen Abend veranstaltete der Obst- und Gartenbauverein Gungolding zum Thema „Wie kommen Topf- und Kübelpflanzen gut über den Winter?" Gartlervorsitzende Petra Schöpfel konnte dazu Ludwig Fuchs, Gärtnermeister aus Kösching, begrüßen, der sich als kompetenter Ansprechpartner erwies. Viele Vereinsmitglieder hatten ihre teils inzwischen recht traurig aussehenden Pflanzen ins Gasthaus Plenagl mitgebracht, und Gärtnermeister Fuchs zeigte anhand dieser Beispiele, wie man praktikabel ans Werk geht und was während der kalten Jahreszeit sonst noch zu beachten ist. Viele der zahlreichen Anwesenden erschraken gleich zu Beginn, als Fuchs eine Engelstrompete radikal zurechtstutzte und erklärte. warum dies sowohl zum Nutzen der Pflanze wie auch ihrer Besitzerin sei. Vor allem war ihm sehr daran gelegen, mit dem Rückschnitt besonders bei Stämmchen zum Beispiel von Fuchsien, Wandelsröschen oder Hibiscus gleich einen Formschnitt zu verbinden. Für Geranien gäbe es mehrere Möglichkeiten der Überwinterung. Es sei sogar möglich, die Pflanzen einfach über die Wäscheleine im Keller zu hängen, erläuterte Fuchs. Schöne hängende Stöcke könnten allerdings auch zu Solitärpflanzen drapiert werden, an denen man auch im Winter seine Freude haben könne, besonders wenn die Platzverhältnisse günstig sind. Er ging auch auf die Besonderheiten der Überwinterung bei Oleander und Hortensien sowie bei Canna, Dahlien und Begonien ein. Manche nicht ganz so empfindliche Pflanzen wie Rosmarin oder Buchs brauchten oft nur eine kürzere Zeit in den Keller oder eine geeignete Garage oder Gartenlaube gestellt werden, damit ein durchgefrorener Wurzelballen die Wasseraufnahme nicht gänzlich verhindert. Ausführlich erklärte Fuchs dann noch, wie im Frühjahr mit den Pflanzen jeweils zu verfahren ist, damit sie ihren Besitzern bald und anhaltend Freude machen können. Wichtig sei vor allem, die Wurzeln gut auszuschütteln, um sie so von der verbrauchten Erde zu befreien, sie entsprechend zurückzuschneiden und in neue Erde zu setzen. Als Grundversorgung riet er, einen Langzeitdünger zu geben und mit sehr viel Gefühl zu gießen. Auf keinen Fall zu vergessen sei, die Gefäße vor dem Wiedereinpflanzen gründlich zu reinigen, damit überwinterte Krankheiten und Schädlinge keine Chance hätten. Vereinsvorsitzende Schöpfel dankte zum Abschluss Ludwig Fuchs für den interessanten Abend und ebenso für seine kurzweilige und humorvolle Art, Informationen zu vermitteln.
Gehe zu: EK vom 04.11.2003 EK vom 08.11.2003